Flugzeugabsturz in Bremen – jetzt steht die Ursache fest

  • Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung legt Abschlussbericht vor
  • Offenbar war ein Pilotenfehler die Ursache für den Absturz
  • Bei dem Absturz kamen beide Insassen des Flugzeugs ums Leben
Ein Sportflugzeug stürzt am 01.08.2014 in Bremen vom Himmel und fällt anschließend auf eine Lagerhalle eines Autohauses.
Bild: DPA | DS

Nach fünf Jahren hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ihren Abschlussbericht für den Absturz einer Propellermaschine im August 2014 in der Bremer Neustadt vorgelegt. Das Flugzeug war kurz nach dem Start auf dem Bremer Flughafen in die Lagerhalle eines Autohauses gestürzt. Beide Insassen kamen dabei ums Leben. Laut Bericht war ein Fehler des Piloten ursächlich für den Absturz.

Der Flugunfall ist darauf zurückzuführen, dass der Pilot bei seiner Entscheidung, nach links zu kurven, die für den Kurvenflug erforderliche Geschwindigkeit nicht beachtete und dadurch das Flugzeug in einen überzogenen Flugzustand geriet.

Untersuchungsbericht, Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung

Zudem kommen die Experten zu der Einschätzung, dass der Pilot möglicherweise von Öldämpfen und Ölspritzern auf der Cockpitscheibe abgelenkt war und dies zu dem Unfall beigetragen hat. Der Einfüllstutzen für Motoröl war nicht fest -- oder gar nicht zugeschraubt.

Am Tag des Absturzes herrschten ansonsten sehr gute Wetterbedingungen. Der Pilot hatte alle erforderlichen Lizenzen und viel Flugerfahrung mit verschiedenen Flugzeugtypen vorzuweisen. Beruflich arbeitete er als Kapitän einer Großmaschine vom Typ Airbus A330. Dennoch war er laut Untersuchungsbericht mit dem speziellen Flugverhalten der Unfallmaschine offenbar nicht genügend vertraut, gerade in Grenzsituationen. Die Unfallmaschine vom Typ Saab 91B "Safir" selbst war flugtüchtig und wurde vor dem Unfall vorschriftsgemäß regelmäßig gewartet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. Juni 2018, 17 Uhr