Viele Beschäftigte in Bremens Krankenhäusern fallen wegen Corona aus

Pfleger und Ärztin am Bett einer Patientin
Bild: DPA | Robin Utrecht
  • Aller-Weser-Kliniken in Verden nehmen zeitweise keine Notfälle an
  • Freie Kliniken in Bremen nennen Personallage wegen Corona "kritisch"
  • Beschäftigte stecken sich vermutlich nicht in Kliniken an

Wie im Bund verschärft sich jetzt auch in den Krankenhäusern in Bremen und Niedersachsen die Personalsituation. Immer mehr Mitarbeitende fallen wegen Corona-Erkrankungen oder Quarantäne aus.

Am schwierigsten ist die Lage in den Aller-Weser-Kliniken am Standort Verden. Die Personallage sei aktuell besonders in der Notaufnahme so schlimm, dass die Klinik manchmal vom Notrufsystem abgemeldet werden müsse, sagte eine Sprecherin. Auch Operationen seien bereits verschoben worden.

Beschäftigte stecken sich wohl im privaten Umfeld an

In den freien Kliniken der Stadt Bremen ist die Lage ebenfalls kritisch. Der Betrieb läuft aber weiter – auch, weil gesunde Ärzte und Pfleger für erkrankte Kollegen einspringen. Lediglich bei den Kliniken der städtischen "Gesundheit Nord" gibt es laut Sprecherin aktuell keine Engpässe. Dort fallen zwar regelmäßig 170 der insgesamt 8.000 Mitarbeitenden aus. Dies könnten die Standorte aber untereinander ausgleichen, so die Geno-Sprecherin.

Viele Kliniken berichten, dass sich die meisten Mitarbeiter nicht mehr auf den Stationen sondern im privaten Umfeld anstecken. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass bundesweit 75 Prozent der Krankenhäuser wegen der massiven Personalausfälle keinen normalen Betrieb gewährleisten können.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. März 2022, 14 Uhr