Mit Kochsalz statt Impfstoff "geimpft": Friesland zahlt Entschädigung

Die ersten Dosen des Covid-19 Impfstoffes von Biontech/Pfizer in einer Box.
Bild: DPA | Fabrizio Bensch
  • Kreis Friesland und Land Niedersachsen zahlen 5.000 Menschen Entschädigung
  • Eine Krankenschwester hatte zugegeben, Kochsalz statt Impfstoff gespritzt zu haben
  • Unklar, wie viele Menschen betroffen sind, 10.000 waren zur erneuten Impfung aufgerufen

Nachdem am Impfzentrum Schortens im Landkreis Friesland mutmaßlich zahlreiche Menschen mit einer Kochsalzlösung gegen das Corona-Virus "geimpft" wurden, hat der Landkreis Friesland zusammen mit dem Land Niedersachsen mehr als 5.000 Betroffenen eine Entschädigung gezahlt. Insgesamt wurden bislang gut 200.000 Euro ausgezahlt.

Betroffene erhalten jeweils 35 oder 50 Euro für den zusätzlichen Aufwand – je nachdem, ob sie ein- oder zweimal nachgeimpft werden mussten. Wer das Geld haben möchte, muss zvor einen entsprechenden Antrag stellen. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur hat der Kreis bislang fast 6.000 solcher Anträge bewilligt.

Eine Krankenschwester hatte im Sommer zugegeben, am Kreisimpfzentrum in Schortens sechs Spritzen mit Kochsalzlösung statt mit Impfstoff gefüllt zu haben. Die Ermittler schlossen nicht aus, dass weitere Impfungen betroffen waren. Der Kreis rief deshalb rund 10.000 Menschen auf, sich erneut impfen zu lassen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 31. Dezember 2021, 8 Uhr