Bremen verfehlt selbst gesetzte Klimaschutzziele deutlich

Bremen verfehlt die eigenen Klimaschutzziele deutlich

Bild: Radio Bremen
  • Bremen spart 22 Prozent CO2 ein, Ziel liegt bei 40 Prozent.
  • CO2-Emissionen im Verkehrssektor zuletzt wieder angestiegen.
  • CDU-Fraktion kritisiert rot-grün-roten Senat.

Bremen hat seine selbst gesetzten Klimaschutzziele in den vergangenen Jahren deutlich verfehlt. Das geht aus dem Jahresbericht zur Entwicklung der CO2-Emissionen hervor, der in der Umwelt-Deputation diskutiert werden soll. Demnach wollte das Land im Jahr 2020 40 Prozent weniger CO2 ausstoßen als im Vergleichsjahr 1990. Tatsächlich betrugen die Einsparungen aber nur knapp 22 Prozent.

Nur bei der Wärmeversorgung von Gebäuden hat das Land sein Ziel erreicht. Laut Bericht ist der Grund dafür, dass Heizungen mittlerweile seltener mit Öl, dafür häufiger mit Erdgas oder Fernwärme betrieben werden. Die CO2-Emissionen von "Haushalten, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen" sanken um mehr als ein Drittel gegenüber dem Jahr 1990.

Stahlproduktion nicht in der Statistik erfasst

Mehr als ein Fünftel weniger CO2-Ausstoß kann auch das verarbeitende Gewerbe in Bremen vermelden – obwohl die wichtigsten Zweige, die Ernährungsbranche sowie die Autoherstellung, nicht so viel dazu beitrugen. Für den Verkehrssektor ist laut Statistik gegenüber 1990 dagegen ein Rückgang der CO2-Emissionen um zwölf Prozent festzustellen. Demnach stieg im Straßenverkehr der Ausstoß zuletzt wieder an. Die energieverzehrende Stahlproduktion in Bremen ist nicht Teil dieser Statistik, sie würde die CO2-Bilanz verschlechtern.

Die CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft kritisiert bereits vor der Depuationssitzung, dass der Senat das Bundesland bei der Klimawende immer weiter zurückfallen lasse.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Juni 2022, 19:30 Uhr