Fragen & Antworten

Warum Bremerhavener Jugendliche jetzt 50.000 Euro ausgeben dürfen

Jugendliche sitzen in einem Stuhlkreis und sprechen.

Schüler in Bremerhaven gründen neues Jugendparlament

Bild: Imago | Shotshop

Vor Jahren gab es die Idee, jetzt soll sie endlich umgesetzt werden: 60 Schülerinnen und Schüler sollen im neuen Jugendparlament sitzen. Für das Budget gibt es schon Ideen.

Bereits 2018 hatte sich die Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung für die Gründung eines Jugendparlaments ausgesprochen. Im Jahr darauf hatte es dann auch eine Auftaktveranstaltung mit Jugendlichen gegeben, wegen eines Personalwechsels in der Verwaltung und der Corona-Pandemie war das Vorhaben aber ins Stocken geraten. Nun hat die Stadtverordnetenversammlung das Thema wieder aufgegriffen.

Wie soll das Jugendparlament aussehen?
Im Jugendparlament sollen 60 Schülerinnen und Schüler von allen weiterführenden Schulen in Bremerhaven sitzen. Mitmachen können Jugendliche ab der achten Klasse. Sie müssen sich allerdings bewerben. Das Parlament soll zweimal im Jahr tagen. Außerdem bilden die Mitglieder Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Die Beschlüsse des Jugendparlaments sollen in die jeweiligen Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung eingebracht und dort beraten werden. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Amtes für Jugend, Familie und Frauen soll die Jugendlichen unterstützen.
Wie läuft der Bewerbungsprozess?
Jugendliche ab der achten Klasse können sich in ihrer Schule um einen Posten bewerben. Jede Schule wählt drei eigene Vertreter ins Parlament.
Bekommen die Jugendlichen ein eigenes Budget?
Ja, die Stadtverordnetenversammlung hat vorgesehen, dass die Jugendlichen pro Jahr über 50.000 Euro verfügen können.
Was können die Jugendlichen mit dem Geld machen?
Die Jugendlichen dürfen das Geld in eigene Projekte investieren. Ideen gibt es auch schon: Viele Schülerinnen und Schüler stört, dass in Bremerhaven abends nichts los ist, sagt Julien Olschewsky. Er hat sich mit der SPD für das Jugendparlament eingesetzt. "Das Nachtleben ist eigentlich gar nicht mehr verfügbar, keine Diskotheken, kaum noch Kneipen. Die Alte Bürger ist eigentlich ausgestorben", erzählt er. Er könne sich vorstellen, dass das Jugendparlament Partys für Schüler auf die Beine stellt.

Wenn meine Eltern von ihren Kneipentouren von früher erzählen – da träume ich ja nachts von.

Julien Olschewsky, Jusos Bremerhaven

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Dieses Thema im Programm: Bremen Next, Next am Morgen, 10. Februar 2022, 6:20 Uhr