17-Jähriger verletzt sich in Delmenhorst mit Sprengstoff

Ein Blitzknallsatz explodiert. Eine Rauchwolke steigt auf, eine rote Stichflamme ist zu sehen.
Bild: DPA | Arno Burgi
  • Jugendlicher hantierte an Sportplatz mit Magnesium-Schwefel-Gemisch
  • Sprengstoff explodierte – vermutlich aus Versehen
  • Polizei fand bei Durchsuchung noch mehr Sprengstoff

Ein 17-jähriger Delmenhorster hat sich beim Hantieren mit Sprengstoffen verletzt. Wie die Polizei mitteilte, entzündete der Jugendliche am Mittwoch in der Nähe eines Sportplatzes vermutlich versehentlich ein Magnesium-Schwefel-Gemisch. Dabei zog er sich leichte Verbrennungen zu, die in einem Krankenhaus behandelt wurden.

Bei der Befragung zur Herkunft der Stoffe machte der junge Mann unglaubwürdige Angaben. Daher haben Beamte seine Wohnung durchsucht. Die Erziehungsberechtigten stimmten der Durchsuchung zu. Dabei fanden die Beamten unter anderem ein Magnesium-Schwefel-Gemisch mit einem Gewicht von 670 Gramm. Nach Rücksprache mit Experten im Landeskriminalamt Niedersachsen wurde die Doppelhaushälfte evakuiert.

Fachkräfte für Sprengvorrichtungen schätzten das aufgefundene Gemisch als explosionsfähigen Blitzknallsatz ein. Ein Blitzknallsatz explodiert mit einem hellen Lichtblitz und einem lauten Knall. Unter Begleitung der Feuerwehr wurde der Sprengsatz auf einem Feld unschädlich gemacht. Gegen den 17-Jährigen wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 30. Juni 2022, 12 Uhr