Trotz hoher Inzidenz: Appell statt Ausgangssperre in Bremerhaven

  • Überschreiten des Grenzwerts von 200 hat keine Folgen für Bremerhaven
  • Oberbürgermeister Grantz appelliert an Bürger
  • Friseure sollen wie geplant Montag öffnen
Portrait von Melf Grantz
Will im Moment keine weiteren Maßnahmen ergreifen: Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (Archivbild). Bild: Radio Bremen

Eine Ausgangssperre ist laut Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) vorerst noch kein Thema. Er appelliert aber an die Menschen, weiter vorsichtig zu sein – also die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten sowie Masken zu tragen. Ab einer Inzidenz von 200 können Städte die Corona-Maßnahmen verschärfen, um die Zahlen zu drücken. Und genau diesen Grenzwert hat Bremerhaven am Samstag gerissen.

Friseure öffnen trotzdem

Die Stadt will wie geplant die Friseure ab Montag öffnen lassen. Für die Grundschulen gibt es ab Montag eine Präsenzpflicht, die Kinder müssen in die Schule gehen. Es bleibt aber bei Halbgruppen in der Grundschule*. Für alle weiterführenden Schulen gibt es weiter Distanzunterricht. In den Kitas gilt weiter die Notbetreuung.

Zuletzt hatte es in Bremerhaven vor allem in Alten- und Pflegeheimen und bei Unternehmen im Fischereihafen größere Ausbrüche gegeben. Fälle gab es außerdem bei der Polizei.

Bremerhaven will Geld von Niedersachsen

Bremerhaven fordert unterdessen vom Land Niedersachsen Ersatz für Impfstoff – und zwar für die Impfdosen, die an Menschen abgegeben wurden, die in Bremerhaven beispielsweise im Pflegebereich arbeiten, aber im Landkreis Cuxhaven wohnen.

*Zuvor hatten wir geschrieben, Eltern könnten selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. Diese Angabe hat der Magistrat in Bremerhaven inzwischen korrigiert.

Inzidenzwert in Bremerhaven steigt auf fast 200

Video vom 26. Februar 2021
Der Reporter Luca Laube steht in einem Innenhof.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 27. Februar 2021, 19 Uhr