Bremer Staatsanwaltschaft klagt Intensivpfleger wegen Totschlags an

Video vom 8. November 2021
Ein Corona-Patient liegt auf einer Intensiv-Station.
Bild: DPA | Jens Büttner
Bild: DPA | Jens Büttner
  • Staatsanwaltschaft klagt Intensivpfleger wegen zweifachen Totschlags an
  • Pfleger soll zwei Patienten durch falsche Medikamente getötet haben
  • Gerichtsverhandlung soll dieses Jahr beginnen

Die Bremer Staatsanwaltschaft hat einen Intensivpfleger wegen zweifachen Totschlags angeklagt. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, gegenüber buten un binnen.

Der Pfleger soll im Mai dieses Jahres im Diako-Krankenhaus zwei Patienten durch falsche Medikamente getötet haben. Ob der ehemalige Krankenpfleger noch für zwei weitere Todesfälle verantwortlich sein könnte, wird derzeit geprüft. Dazu laufen noch Untersuchungen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll die Gerichtsverhandlung noch in diesem Jahr beginnen – spätestens aber Mitte Januar.

Angeklagter sitzt noch in Untersuchungshaft

Das Diako-Krankenhaus war damals selbst auf die Vorfälle aufmerksam geworden, nachdem es auf der Intensivstation zwei ungewöhnliche Todesfälle gegeben hatte. Daraufhin hatte die Geschäftsführung sofort interne Untersuchungen eingeleitet.

Dabei fiel der Tatverdächtige auf, weil er in beiden Fällen engen Kontakt zu den Patienten gehabt haben soll. Der Angeklagte sitzt aktuell noch in Untersuchungshaft.

Rückblick: Bremer Krankenpfleger soll zwei Patienten getötet haben

Video vom 15. Juli 2021
Ein flüssiges Medikament in einem Krankenhaus.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. November 2021, 12 Uhr