Weniger Privatinsolvenzen in Bremen

  • Rückgang von 28 Prozent im ersten Halbjahr 2017
  • Bremen hat aber weiterhin bundesweit die meisten Pleiten
  • Männer sind häufiger betroffen als Frauen
Ein Mann stülpt seine Hosentaschen nach außen.
Bild: Imago | AllOver-MEV

Die Zahl der Privatinsolvenzen ist im Land Bremen stark rückläufig. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel sank der Wert in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um fast 28%.

Die Urheber der Studie begründen dies mit einer geringeren Arbeitslosigkeit und höheren Einkommen. In Bremen und Bremerhaven gab es demnach 81 Privatpleiten auf 100.000 Einwohner. Trotzdem bleibt Bremen damit deutschlandweit an der Spitze.

Hauptgründe für eine Privatinsolvenz sind oft eine gescheiterte Selbständigkeit, Krankheiten oder eine Scheidung. Laut Studie sind Männer von Privatinsolvenzen häufiger betroffen als Frauen.

Deutschlandweit sank die Zahl der Privatinsolvenzen auf den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren. Demnach haben im ersten Halbjahr dieses Jahres bundesweit mehr als 45.000 Menschen eine private Insolvenz angemeldet, das sind rund 13 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 6. Oktober 2017, 13 Uhr