So hoch sind die Corona-Inzidenzen bei Schülern im Land Bremen

Audio vom 15. Oktober 2021
Schüler und Schülerinnen einer Oberstufenklasse sitzen zusammen im Unterricht und tragen medizinische Masken.
Bild: Radio Bremen
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  • In acht Kreisen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz von Schülern über 500
  • Besonders hohe Inzidenz auch bei Sek-I-Schülern in Bremerhaven
  • Bremens Senatorin Aulepp: Entwicklung nicht erstaunlich

Das Robert-Koch-Institut (RKI) registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. In acht Landkreisen und einer kreisfreien Stadt liege die
Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen bei mehr als 500. In der Stadt Bremen lag dieser Wert in der vergangenen Woche bei 135 – und damit über der durchschnittlichen Inzidenz der Gesamtbevölkerung. In Bremerhaven lag der Wert der Kinder und Jugendlichen bei 274,8.

Hohe Inzidenz bei Sek-I-Schülern in Bremerhaven

Das RKI sprach bundesweit von 636 übermittelten Schulausbrüchen für die vergangenen vier Wochen. Vom Magistrat in Bremerhaven hieß es dazu: "Größere Ausbrüche gab es an Schulen oder Kitas nicht. Natürlich gibt es immer mal wieder kleinere Ausbrüche in Klassenverbänden. Diese werden unter besondere Beobachtung gestellt und es erfolgt ein enges Testregime." Im Moment gibt es in der Stadt Bremerhaven an zwei Schulen – jeweils in einem Klassenverband – ein Cluster. Besonders hoch war die Inzidenz in Kalenderwoche 38 bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I. Sie betrug 1.312,01.

Bremer Devise: Schulen machen als letztes zu

Nach Ansicht von Bremens Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) ist es nicht erstaunlich, dass in der Altersklasse die Infektionszahlen steigen. Schülerinnen und Schüler seien diejenigen, die ein spätes oder noch gar kein Impfangebot bekommen haben. "Das ist immer die schwierige Frage: Was mache ich, um die Kinder zu schützen? Einerseits vor der Corona-Infektion, aber andererseits vor den dramatischen Folgen, die einschneidende Maßnahmen mit sich bringen", so Aulepp zu buten un binnen.

Die steigende Fallzahl der 0 bis 19-Jährigen zeige aber auch, wie wichtig es sei, dass Erwachsene, die mit Kindern arbeiten, ihr Impfangebot wahrnehmen. Aulepp bleibt bei der Devise: Schulen machen als letztes zu und als erstes wieder auf.

Viele Bremer Kinder leiden aktuell an Atemwegserkrankungen

Video vom 7. Oktober 2021
Kind im Kinderwagen in einer Arztpraxis.
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 15. Oktober 2021, 8 Uhr