Bremer Senatorin befürchtet keine Pflege-Personalnot durch Impfpflicht

Bild: Radio Bremen

Von der neuen Impfpflicht könnten in Bremen rund 60.000 Beschäftigte aus der Pflege betroffen sein, schätzt Claudia Bernhard. Bisher wurden nur wenige Ungeimpfte gemeldet.

Die Sorge, dass die Impfpflicht in Pflegeberufen zu Löchern in der Personaldecke führt, hält Bremens Gesundheitssenatorin für unbegründet. "Aktuell sieht es nicht danach aus", sagte Claudia Bernhard (Linke) buten un binnen.

Übergangsweise müssen Ungeimpfte in der Pflege und medizinischen Berufen keine Konsequenzen fürchten, sie müssen nur gemeldet werden. Sie haben jetzt insgesamt acht Wochen Zeit, um dem Gesundheitsamt eine Corona-Impfung nachzuweisen. Passiert dies nicht, drohen Tätigkeitsverbote, sagte Bernhard.

Bernhard glaubt nicht, dass die allgemeine Impfpflicht kommt

Bernhards Ressort schätzt, dass rund 60.000 Menschen in Bremen von der jetzt eingeführten Impfpflicht betroffen sein könnten. Am Mittwoch wurden in Bremen 102 ungeimpfte Beschäftigte aus medizinischen und pflegerischen Berufen gemeldet, in Bremerhaven waren es drei. Es sei aber davon auszugehen, dass in den nächsten Tagen weitere Meldungen eingehen, teilte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, mit.

Die Entscheidung über mögliche Tätigkeitsverbote liegt bei den Gesundheitsämtern, sagte Bernhard, "aber umsetzen muss es tatsächlich dann der Arbeitgeber vor Ort". Dass die allgemeine Impfpflicht noch kommt, hält die Senatorin aktuell für unwahrscheinlich: "Wir haben fünf Anträge, die sich zum Teil widersprechen. Solange sich da nicht Koalitionen bezüglich der Anträge bilden, gebe ich dem keine großen Chancen."

Impfpflicht in Kraft: Was droht ungeimpften Bremern in Pflegeberufen?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. März 2022, 19:30 Uhr