Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie – auch in Bremen

Unter anderem im Bremer Mercedes-Werk wird heute gestreikt. Die Gewerkschaft IG Metall fordert vier Prozent mehr Geld für die Beschäftigten.

Drei Männer in Jacken von IG Metall stehen vor dem Tor 7 des Bremer Mercedes Benz-Werks.
Auch beim Bremer Daimler-Werk wird gestreikt. Bild: Nord-West-Media TV

Beschäftigte von insgesamt elf Betrieben aus der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie haben sich an einem Warnstreik beteiligt. Am nächtlichen Warnstreik haben sich in Bremen etwa 2100 Beschäftigte beteiligt. Das hat die IG Metall mitgeteilt. Die Gewerkschaft will damit den Druck auf die Arbeitgeberseite in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Branche beschäftigt in Norddeutschland etwa 140.000 Menschen.

Mit dem Ende der Friedenspflicht legten auch Beschäftigte des Bremer Mercedes Benz-Werks die Arbeit nieder. Aktionen sind laut Gewerkschaft wegen der Corona-Pandemie nicht geplant. Zum Warnstreik aufgerufen waren außerdem 100 Beschäftigte der Nachtschicht beim Bremer Autozulieferer Lear sowie Mitarbeiter der Seekabelwerke in Nordenham.

Keine Annährungen bei Tarifverhandlungen

Die IG Metall fordert unter anderem vier Prozent mehr Geld und Beschäftigungssicherungen.

Vom Arbeitgeberverband haben wir bisher nichts erhalten. [...] Was wir wollen, ist ein verhandlungsfähiges Angebot auf dem Tisch.

Volker Stahmann, IG Metall

Die Arbeitgeberseite lehnt die Forderungen der Gewerkschaft mit Blick auf die Probleme der Unternehmen in der Corona-Krise ab. Ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes Nordmetall warf der Gewerkschaft Verantwortungslosigkeit vor. Sie wolle lediglich neue Mitglieder werben. Dies sei verantwortungslos, so die Arbeitgeberseite.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 1. März 2021, 16 Uhr