Hitze in Bremen: Gewerkschaft fordert Maßnahmen für Arbeitnehmer

Ventilator bei Hitze in einem Büro (Archivbild)
Bild: DPA | Photothek/Thomas Trutschel
  • Gewerkschaft fordert Hitze-Maßnahmen für Arbeitnehmer
  • Rechtlich besteht kein Anspruch auf hitzefrei und längere Pausen
  • Bremen gibt Tipps, um die nächsten und weitere Hitzetage zu bewältigen

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert angesichts der für die nächsten Tage vorhergesagten hohen Temperaturen hitzefrei und längere Pausen für Arbeitnehmer. Auch wenn darauf kein rechtlicher Anspruch bestehe, sollten im Benehmen mit dem Betriebsrat Regelungen getroffen werden, wann ausgefallene Arbeitszeiten gegebenenfalls nachgeholt werden können, sagte der Leiter der tarifpolitischen Grundsatzabteilung bei Verdi dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND).

Der Ärzteverband Marburger Bund verlangte einen nationalen Hitzeschutzplan und eine Hitze-Aufklärungskampagne. "Die Politik muss ihre Anstrengungen für Schutzmaßnahmen in Hitzephasen deutlich ausbauen", sagte die Vorsitzende Susanne Johna dem "RND".

Hitze-Hinweise von Bremens Gesundheitssenatorin

Für Bremen und Bremerhaven sind am morgigen Dienstag und am Mittwoch weit mehr als 30 Grad Celsius vorhergesagt. Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) mahnt, gesundheitlichen Risiken vorzubeugen. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, die zu wenig trinken.

Die Senatorin warnt zudem davor, dass die Auswirkungen von Dürren sich im Zuge der Klimakrise weiter verstärken würden. Dadurch verlören Parks und stadtnahe Wälder ihre kühlende Wirkung, die Hitze werde noch stärker. In einem sogenannten Hitze-Knigge gibt der Senat Tipps, wie Bürgerinnen und Bürger im Land Bremen die nächsten und weitere Hitzetage gut bewältigen können.

Tee gegen Hitze

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. Juli 2022, 19:30 Uhr