Warum heute historische Straßenbahnen durch Bremen fahren

Historische Straßenbahn.
Bild: Radio Bremen | Martin von Minden

Am Sonntag öffnet nach einigen Monaten corona-bedingter Zwangspause das Bremer Straßenbahnmuseum wieder seine Tore. Und bietet dazu Fahrten in alten Bimmelbahnen an.

Stilechter kann man kaum in die Vergangenheit des Bremer Personentransports eintauchen: Erstmals lassen die Freunde der Bremer Straßenbahn diesen Sonntag historische Bahnen als Linie 9 von der Bremer Innenstadt direkt zu ihrem Museum im Straßenbahnbetriebshof Sebaldsbrück fahren. Sie wollen Gäste mit den Oldtimern zur Wiedereröffnung zu locken.

Los geht es am Hauptbahnhof um 11, 13 und 14 Uhr, an der Domsheide jeweils zehn Minuten später. Rückfahrten werden um 12:32, 14:02 und 16:02 Uhr angeboten. Nach diesem Eröffnungstag mit den Sonderfahrten wird das Museum in der Regel am zweiten Sonntag eines Monats von 10 bis 17 Uhr geöffnet haben.

Zeitreise in alten Straßenbahnen

Ob karge Holzbänke oder gut gepolstert: Im Straßenbahnmuseum hat man die Möglichkeit, den Komfort vergangener Jahre selbst zu erleben und eine Reise durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte zu machen. Platz nehmen kann man dort in sieben verschiedenen Fahrzeuggenerationen: Ob in einer Pferdebahn – ohne Pferd versteht sich – aus dem Jahre 1888 oder im weltweit ersten durchgängigen Niederflurwagen von 1989.

Im Museum "Das Depot" stehen nicht nur alte Bahnen: Auch unzählige kleine Ausstellungsstücke rufen vielleicht Kindheitserinnerungen hervor. Alte Fahrscheine und Stempelautomaten, Signale und Technik aus vergangenen Tagen können unter anderem besichtigt werden. Kleine und große Gäste können mit einer Modellbahn fahren und selbst einige Knöpfe drücken.

Mit der alten Straßenbahnlinie 9 durch Bremen – wie in den 50ern

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Zebra Vier, 13. März 2020, 8:04 Uhr