Bremer Handelskammer kritisiert Gerichtsurteil zum Offshore-Terminal

Luftbild vom Weser-Bogen bei Bremerhaven, wo der Offshore-Terminal entstehen soll.
Bild: Radio Bremen
  • IHK kritisiert Stopp des OTB-Projekts
  • Damit sei eine wichtige Perspektive für Bremerhaven vertan worden
  • IHK: Land soll Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht prüfen

Nach dem gerichtlichen Aus für den Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) hat die Handelskammer für Bremen und Bremerhaven (IHK) das Gerichtsurteil kritisiert. Damit sei eine wichtige Perspektive für Bremerhaven vertan worden, sagte die Präses der Kammer, Janina Marahrens-Hashagen. Das Land solle nun eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht prüfen.

Mit dieser Entscheidung wurde aus Sicht der Wirtschaft eine wichtige Perspektive für Bremerhaven vertan. Die Beteiligten sollten eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht prüfen.

Marahrens-Hashagen ist zur neuen Präsis der Bremer Handelskammer gewählt worden.
Janina Marahrens-Hashagen, Präses der Handelskammer Bremen, IHK für Bremen und Bremerhaven

Der OTB wäre ein wichtiger Baustein gewesen, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen und Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und zu sichern, sagte Marahrens-Hashagen. Er hätte für die Infrastruktur und für den Anlagenbau in Bremerhaven neue Impulse gesetzt. Ähnlich äußerte sich die Bremerhavener SPD-Fraktion: Mit dem Aus für den OTB werde der Region ein wichtiger Standortvorteil genommen.

"Senat hat auf ganzer Ebene versagt"

Der stellvertretende Vorsitzende des Landeshäfenausschusses Hauke Hilz (FDP) kritisierte das Planungsverfahren. Der Senat habe auf ganzer Ebene versagt. Man müsse nun sehen, wie man die vorhandenen Hafenflächen optimieren könne. Hier sei das Land in der Pflicht. Kritik kam auch von der CDU: Das Aus für den OTB sei Folge der unverantwortlichen Hafenpolitik von Rot-Grün-Rot.

Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) wies die Vorwürfe zurück. Vor möglichen weiteren Schritten wolle man nun das schriftliche Urteil abwarten.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 3. November 2021, 15 Uhr