Handelskammern: Politik soll sich nicht in Hafenkooperation einmischen

Schiffe an einer Kaje
Bild: Bremenports GmbH & Co. KG
  • Handelskammern: Unternehmen sollen Zusammenarbeit unter sich ausmachen
  • Mehr als nur Zusammenschluss in Bremerhaven und Hamburg verlangt
  • Kooperation bei IT oder Beschaffung denkbar

Die Handelskammern Hamburg und Bremen wollen nicht, dass die Politik sich bei der geplanten norddeutschen Hafenkooperation einmischt. Wie die Zusammenarbeit aussieht, sollten die betroffenen Hafenunternehmen unter sich ausmachen, heißt es in einem Positionspapier der Kammern.

Eine direkte politische Einflussnahme lehnen die Kammern als Eingriff in marktwirtschaftliche Mechanismen ab. Zudem dürfe man die Diskussion über die Hafenkooperation nicht nur auf ein mögliches Zusammengehen der großen Containerterminal-Betreiber Eurogate und HHLA verengen, sagte der Hamburger Handelskammer-Präses Norbert Aust.


Gleichzeitig forderte Aust gemeinsam mit seinem Bremer Amtskollegen Eduard Dubbers-Albrecht weitere Anstrengungen von der Politik. Diese sollen die Häfen in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven gegenüber der Konkurrenz in Rotterdam, Antwerpen und Danzig stärken.

Zusammenarbeit bei IT und Beschaffung

Auch müssten zum Beispiel die Hafenanlaufkosten oder die Lotsgebühren sinken. Denkbar sei außerdem, dass Teile der Hafenverwaltungen zusammengelegt werden oder zumindest besser kooperieren – zum Beispiel im IT-Bereich oder bei der Beschaffung, so die Kammer-Chefs. Sie mahnten außerdem eine schnellere Fertigstellung der Küstenautobahn 20 sowie eine zügige Verbesserung der Schienenanbindung der Häfen in Norddeutschland an. Auch die Fahrrinnenanpassung zumindest der Außenweser müsse endlich umgesetzt werden.

Rückblick: Wie steht es um die Fusion der Häfen von Hamburg und Bremerhaven?

Bild: Radio Bremen

Autor

  • Folkert Lenz

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 25. Februar 2022, 16 Uhr