Bremische Häfen schlagen wegen Corona deutlich weniger Güter um

  • Gesamtumschlag fiel um 4,2 Prozent auf insgesamt 66,5 Millionen Tonnen
  • Containerumschlag in Bremerhaven relativ stabil
  • Umschlag in Bremen um 14 Prozent eingebrochen
Containerschiffe am Container-Terminal in Bremerhaven.
Der Umschlag am Containerterminal in Bremerhaven blieb auch in der Corona-Krise recht stabil (Archivbild). Bild: DPA | Zoonar | Oliver Foerstner

Die bremischen Häfen haben 2020 deutlich weniger Güter umgeschlagen als im Vorjahr. Der Gesamtumschlag in Bremerhaven und in den stadtbremischen Häfen fiel um 4,2 Prozent auf insgesamt 66,5 Millionen Tonnen. Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) macht die "herausfordernden Pandemie-Zeiten" für das Ergebnis verantwortlich.

Dass 2020 nicht mit einem noch größeren Minus geendet hat, ist dem relativ stabilen Containerumschlag und damit dem Hafen-Standort Bremerhaven zu verdanken: hier fiel der Umschlag nur um zwei Prozent. Dagegen ist der Umschlag in den stadtbremischen Häfen um 14 Prozent zurückgegangen. Hier ist das Geschäft mit Massengut und auch das mit Stückgut eingebrochen. Die Corona-Folgen und Auswirkungen des Lockdowns zeigten sich besonders deutlich in zwei Bereichen: Das Kreuzfahrtgeschäft stand praktisch still. Und am Autoterminal Bremerhaven schrumpfte die Zahl der umgeschlagenen Autos direkt um 20 Prozent.

Trotz oder auch wegen der Pandemie: Bremen habe zuletzt wichtige Weichenstellungen für die Zukunft beschlossen, sagt Häfensenatorin Schilling, darunter die Modernisierung von Teilen des Containerterminals und der geplante Neubau des Kreuzfahrtterminals. Beides würde "die Wettbewerbsfähigkeit des Hafenstandorts steigern", sagt Schilling.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 25. Februar 2021, 13 Uhr