Senatorin warnt vor Klinik-Pleiten in Bremen: "Das wäre ein Drama!"

Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard steht

Gesundheitssenatorin dringt auf Bundeshilfen für Bremer Kliniken

Bild: DPA | Jörg Sarbach
  • Gesundheitssenatorin Bernhard fordert Geld vom Bund für Bremens Kliniken
  • Finanzielle Lage spitze sich wegen steigender Kosten und der Inflation zu
  • Ohne Hilfe vom Bund drohe ein "chaotischer Insolvenzreigen"

Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) hat erneut davor gewarnt, dass sich die finanzielle Lage der Krankenhäuser ohne Bundeshilfe weiter zuspitzen wird. Die Inflation und die steigenden Energiekosten würden Klinken auch in Bremen und Bremerhaven in eine existenzielle Notlage bringen, sagte sie auf einer Pressekonferenz der Bremer Krankenhausgesellschaft. Es sei kaum noch zu kalkulieren sei, "was 2023 passiert", warnte sie.

Bernhard forderte den Bund auf, die Krankenhäuser zu entlasten. Wie auch für andere Unternehmen müsse es in dieser Notlage auch Hilfen für die Kliniken geben.

Senatorin warnt vor "chaotischem Insolvenzreigen"

Außerdem wiederholte die Gesundheitssenatorin ihre Forderung nach einem Inflationsausgleich. Den habe die Bundesregierung bislang ignoriert. Wenn die Bundesregierung nicht handele, seien auch Kliniken in Bremen und Bremerhaven in Gefahr.

Was dazu führen würde, dass ein völlig chaotischer Insolvenzreigen begonnen wird. Dann können wir überhaupt nicht mehr abschätzen, wo die Gesundheitsversorgung einbricht und wo nicht. Und das wäre echt ein Drama.

Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke)

Welche Kliniken in Bremen und Bremerhaven es treffen könnte, wollte Bernhard nicht sagen. Das sei noch nicht kalkulierbar. Sie fügte aber hinzu, dass auf keine Klinik in der Region verzichtet werden könne.

Stehen Bremens Krankenhäuser vor einer Pleite-Welle?

Bild: Radio Bremen

Autor

  • Mischa Wahed

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. September 2022, 15 Uhr