Bremen bekommt zweiten Fallturm – als Mini-Version

Die Mini-Ausgabe soll 16 Meter hoch werden und bis zu hundert Experimente möglich machen – täglich. Im großen Fallturm gibt es nur drei pro Tag.

Video vom 25. Februar 2020
Zu sehen ist der neue zweite Fallturm Bremens.

Das Zarm-Institut an der Bremer Universität bekommt einen zweiten Fallturm für Versuche in der Schwerelosigkeit. Die Experimentieranlage fällt allerdings deutlich kleiner aus als die bisherige. Das wurde jetzt bekannt.

Es soll kein zweiter neben dem 140 Meter hohen Fallturm aufgepflanzt werden. Der neue "GraviTower Bremen PRO" dient vielmehr als weitere Versuchsanlage in Miniaturausführung und ist schon seit Längerem im Bau. Mit gerade mal 16 Metern Höhe passt der Apparat unter das Glasdach der schon bestehenden Halle des Forschungsinstituts. Können im großen Fallturm nur drei Versuche pro Tag durchgeführt werden, weil die hohe Röhre jedes Mal aufwändig luftleer gepumpt werden muss, kommt die neue Anlage ohne Vakuum aus. So sind bis zu hundert Experimente am Tag möglich.

Um bei den Flügen den Luftwiderstand auszuschalten, entwickelte ein Forscher am Zarm ein neuartiges Schlitten-System mit einem Seilantrieb, das die Versuchskapsel beschleunigt. Erste Tests zeigten jetzt: Es funktioniert. Bis zu zweieinhalb Sekunden Schwerelosigkeit können so erzeugt werden. Der GraviTower soll Ende des Jahres in Betrieb gehen und kostet 1,6 Millionen Euro.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Februar 2020, 19:30 Uhr