Klage gegen Zucker-Nutzung des Hochbunkers eingereicht

  • Bremer Stadtverkehrsgenossenschaft SVG erhebt Klage gegen Verkauf des Bunkers
  • Vergabe an Verein Zucker sei nicht rechtmäßig, so das Unternehmen
  • SVG will auch Einspruch gegen Änderung des Bebauungsplans erheben
Bunker mit Streetart in der Überseestadt
Auch die Bremer Stadtverkehrsgenossenschaft SVG hat großes Interesse an dem Hochbunker und hat jetzt Klage eingereicht.

Die Bremer Stadtverkehrsgenossenschaft hat gegen den Verkauf des Hochbunkers in der Bremer Überseestadt Klage eingereicht. Das Unternehmen kritisiert, dass die Vergabe nicht rechtmäßig erfolgt sei. Außerdem wird die Bremer Stadtverkehrsgenossenschaft Einspruch gegen die Änderung des Bebauungsplanes erheben, der jetzt auch eine Großraumdiskothek auf dem Gelände erlaubt.

Gestern hatte die Bremische Stadtbürgerschaft der Änderung des Planes zugestimmt. Vor einigen Tagen hatte die Wirtschaftsdeputation der Bremischen Bürgerschaft dem Verkauf des Bunkers in Walle an den Kulturverein Zucker zugestimmt. Über die Pläne des Vereines Zucker hatte es in der Vergangenheit immer wieder Diskussionen gegeben.

In dem Hochbunker in der Überseestadt soll es künftig neben einer Großraumdiskothek auch Ateliers und Werkstätten geben. Die CDU kritisierte, dass es für so ein Projekt zu wenig Parkplätze gebe und dass die SVG kein Angebot abgeben konnte. Die FDP bemängelt, dass die Geschichte des Bunkers bei dem Konzept des Vereins Zuckers zu wenig berücksichtigt wird.

Lohse: CDU und FDP wollen Bremen in Altersheim verwandeln

Bausenator Joachim Lohse (Grüne) warf CDU und FDP vor, Bremen in ein Altersheim verwandeln zu wollen. Wegen der zwei Meter dicken Betonwände des Bunkers gebe es keine Lärmbelästigung. Außerdem würden die Besucher hauptsächlich mit dem Fahrrad kommen, für die gebe es genug Platz. Eine Diskothek in der Überseestadt sei wichtig, um sie für junge Menschen attraktiv und lebendig zu machen. Außerdem geht Lohse davon aus, dass eine die Klage des Mitbewerbers SVG keinen Erfolg haben wird.

Mehr zum Thema

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 19. Juni 2018, 19 Uhr