Prozess um millionenschweren Zigarillo-Diebstahl erneut eröffnet

  • Fünf Männer sollen 2014 Hunderttausende Zigarillos gestohlen haben
  • Beute hat Verkaufswert von 3,4 Millionen Euro
  • Prozess wurde wegen Corona ausgesetzt
Sechs Zigarillos liegen auf einer blau-goldenen Unterlage.
Der Prozess um den millionenschweren Zigarillo-Diebstahl 2014 in Bremen geht weiter. (Symbolbild) Bild: DPA | Dietmar Plewka

Vor dem Landgericht Bremen beginnt heute Vormittag erneut ein Prozess gegen mehrere Männer, die vor sechs Jahren in Bremen 157.500 Stangen Zigarillos im Verkaufswert von 3,4 Millionen Euro gestohlen haben sollen. Die Verhandlung war bereits am 6. März eröffnet worden, musste dann aber coronabedingt ausgesetzt werden. Sie beginnt nun erneut mit der Verlesung der Anklageschrift.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt fünf Männer im Alter von 32 bis 44 Jahren des besonders schweren Diebstahls. Sie sollen die Zigarillos im April 2014 aus einem damaligen Lager eines Tochterunternehmens der British American Tobacco GmbH gestohlen haben. Der Hauptverdächtige ist untergetaucht und sein Aufenthaltsort unbekannt.

Das Gericht will zunächst in Gesprächen mit Angeklagten und Verteidigern ausloten, ob Geständnisse zu erwarten sind, wenn dafür im Gegenzug eine Strafmilderung in Aussicht gestellt wird. Solche Absprachen sind üblich, um aufwendige Prozesse abzukürzen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 16. Juni 2020, 6 Uhr