2017 stieg die Zahl der Wolfsangriffe bundesweit – keine in Bremen

  • Zahl der Wolfsangriffe stieg 2017 um knapp zwei Drittel auf 472
  • In Niedersachsen verendeten rund 550 Tiere
  • In Bremen gab es 2017 keine Wolfsangriffe
Ein Europäischer Wolf liegt in einem Gehege im Wisentgehege auf einem Baumstamm.
In Niedersachsen gab es 2017 159 Angriffe von Wölfen auf Nutztiere – in Bremen keinen. Bild: DPA | Julian Stratenschulte

In Deutschland gibt es immer mehr Angriffe von Wölfen auf Nutztiere wie Schafe, Ziegen oder Pferde. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf die offizielle Schadensbilanz 2017 der zuständigen Dokumentationsstelle des Bundes (DBBW).

Laut dem Bericht stieg die Zahl der Angriffe bundesweit im Vergleich um knapp zwei Drittel auf 472. Die Zahl der dabei getöteten, verletzten oder vermissten Tiere erhöhte sich um mehr als die Hälfte auf rund 1.600.

In Bremen leben keine Wölfe – Herdenschutz trotzdem wichtig

Allein in Niedersachsen verendeten 551 Schafe, Ziegen, Rinder oder Gehegewild. Laut der Dokumentationsstelle gibt es keine Wölfe, die dauerhaft in Bremen leben. In Bremen gab es 2017 laut der Dokumentationsstelle keine Nutztierschäden. Doch da auch einzelne und wandernde Wölfe Schäden an Nutztieren verursachen können, rät das DBBW auch in angrenzenden Bundesländern zu Herdenschutz. Also auch in Bremen, da in Niedersachsen 2017 bereits 13 Rudel leben.

Die meisten Angriffe gebe es in der Regel dort, wo Wölfe sich neu ansiedeln und die Nutztierhalter noch keine Schutzmaßnahmen eingerichtet hätten, meldet die Dokumentationsstelle.

Wolfs-Abschuss ist umstritten

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" den Abschuss einzelner Wölfe gefordert – die Dokumentationsstelle ist dagegen der Meinung, dass es sinnvoller sei, für einen besseren Schutz der Weidetiere zu sorgen. In Niedersachsen ist kürzlich ein problematischer Wolf vom Umweltminister Olaf Lies zum Abschuss freigegeben worden.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 16. Februar 2019, 8 Uhr