Fast jede fünfte Firma sieht sich durch Corona von Insolvenz bedroht

  • Krise sorgt bei 92 Prozent der Firmen für Probleme
  • Das geht aus einer IHK-Umfrage hervor
  • Jedes vierte Unternehmen rechnet mit massiven Einbrüchen
In einem Fenster eines Cafes im Bremer «Viertel» hängt ein Schild mit der Aufschrift «Help! Dieser Laden ist geschlossen. Geöffnet werden kann er nur mit Hilfe!».
Beinahe jede fünfte Firma sieht sich akut von der Insolvenz bedroht. Bild: DPA | Sina Schuldt

Fast alle Unternehmen im Norden sind stark von der Corona-Krise betroffen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der norddeutschen Industrie- und Handelskammern (IHK) unter mehr als 4.500 Betrieben. Demnach sorgt die Krise bei 92 Prozent der Firmen für Probleme.

Jedes vierte Unternehmen in den norddeutschen Bundesländern rechnet sogar damit, durch die Corona-Krise in diesem Jahr mehr als die Hälfte des Umsatzes zu verlieren. Beinahe jede fünfte Firma sieht sich akut von der Insolvenz bedroht.

Die IHK begrüßt deshalb die schnelle Hilfe für Unternehmen durch die Bundesländer. Für die Metall- und Elektroindustrie haben sich der Arbeitgeberverband Nordmetall und die Gewerkschaft IG Metall Küste auf Krisen-Arbeitszeit-Konten geeinigt. Arbeitnehmer können damit Plus- und Minus-Stunden sammeln und die Betriebe können flexibler auf die jeweilige Auftragslage reagieren. Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter hoffen, damit Arbeitsplätze zu sichern und Kurzarbeit zu vermeiden.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 30. März 2020, 16 Uhr