Windpocken: 31 Kinder von Unterricht an Bremer Schule ausgeschlossen

  • Aktueller Stand: 31 Kinder müssen bis Ende Februar Unterricht fernbleiben
  • Einige können ihren Impf-Nachweis aber noch nachlegen
  • Gesundheitsbehörde hält sich an Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts
Eltern und Schüler der Grundschule an der Schmidtstraße vor der Schule

Wegen des Ausbruchs von Windpocken an der Grundschule an der Schmidtstraße im Bremer Steintorviertel müssen nach derzeitigem Stand 31 Kinder zu Hause bleiben. Das teilte die Sprecherin der Gesundheitsbehörde, Sylla Kahl, auf Anfrage von buten un binnen mit.

Kahl zufolge sind vier Kinder gar nicht gegen Windpocken geimpft, sieben Kinder haben nur die erste Impfung (für einen ausreichenden Schutz sind mehrere Impfungen nötig) und 20 Kinder konnten nicht nachweisen, dass sie geimpft sind. Wenn die Eltern dieser Kinder jetzt den Impfnachweis vorlegen, können die Kinder auch schon vor dem Ablauf der Inkubationszeit von 16 Tagen wieder zur Schule gehen. Ansonsten müssen sie, wie die übrigen Kinder auch, bis Ende Februar dem Unterricht fernbleiben. Mit der Festsetzung dieses Zeitraums folgen Gesundheitsbehörde und Gesundheitsamt einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts.

Zur Frage, warum die Bildungsbehörde zunächst nichts von dem Vorgang wusste, teilt Kahl lapidar mit, dass es der Schulleitung oblag, die ihr vorgesetzte Behörde zu informieren. Am Donnerstag hatte die Sprecherin der Bildungsbehörde erklärt, dass die Schulleitung dabei offenbar eine falsche Mailadresse verwendete. Warum die Gesundheitsbehörde nicht ihrerseits kurzerhand die Bildungsbehörde ins Bild setzte, ist damit nicht erklärt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 13. Februar 2020, 19:30 Uhr