Nach Unwetter: Zugstrecke zwischen Bremen und Hamburg frei

  • Züge fahren seit dem Nachmittag wieder
  • Metronom fährt Umleitung über Jesteburg
  • Ersatzweise fahren Busse zwischen Buchholz und Harburg mit Halt in Hittfeld und Klecken
Reisende warten in der Bahnhofshalle in Bremen auf Informationen.

Bremen und Niedersachsen sind bei dem Unwetter weitestgehend glimpflich davongekommen. Im Bahnverkehr sorgten die Auswirkungen des Sturms für Verspätungen und Zugausfälle. Die Fernverkehrsstrecke zwischen Osnabrück und Hamburg ist seit dem Nachmittag wieder freigegeben, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Anfrage mitteilte.

Auch die Züge des Metronom verkehren wieder zwischen Bremen und Hamburg. Eine Umleitung über Jesteburg ist eingerichtet, wie das Unternehmen mitteilte. Die Halte Hittfeld und Klecken können jedoch nicht angefahren werden. Deshalb fahren ersatzweise Busse zwischen Buchholz und Harburg mit Halt in Hittfeld und Klecken. Die Bahn hatte in Bremen einen Hotelzug bereitgestellt für gestrandete Fahrgäste. Gebuchte Tickets können gebührenfrei zurückgegeben werden.

Keine Sturmschäden im Bürgerpark

Am Donnerstagabend zog das Gewitter über Bremen hinweg. Dabei entstanden nur geringe Schäden. Nach Angaben der Feuerwehr wurden einige Menschen bei dem Unwetter leicht verletzt. So kippte ein Baum auf ein fahrendes Auto. Eine Person wurde dabei durch herumfliegende Glassplitter verletzt.

Im Bürgerpark knickten nach Angaben des Parkdirektors, Tim Großmann, keine Bäume um. Wegen der Hitze der vergangenen Wochen hatte er mit Sturmschäden im Park gerechnet. Die Bäume in Bremen sind derzeit ausgetrocknet, deswegen war zu befürchten, dass sie sich starkem Wind nicht widersetzen können.

Ein eingestürztes Gerüst in der Bremer Innenstadt.
Das Gerüst an der Liebfrauenkirche stürzte um. Bild: Nonstop News

In der Bremer Innenstadt stürzten Teile des Gerüsts an der Liebfrauenkirche um und krachten auf Tische und Stühle eines Straßencafés. Weil die Gäste schon vorher in das Restaurant flüchteten, wurde niemand verletzt. Lediglich einige Fahrräder wurden zerstört. Im Utbremer Tunnel stand kurzzeitig das Wasser. Die Feuerwehr musste außerdem wegen umgeknickter Bäume 70 Mal im Bremer Stadtgebiet ausrücken.

Insgesamt waren in Bremen rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz. An den Flughäfen in Bremen und Hannover hatte das Unwetter keine größeren Auswirkungen. Lediglich vier Flüge fielen aus, zwei verspäteten sich.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 10. August 2018, 6 Uhr