Bremerhaven und Brake fordern zügige Vertiefung der Weser

Audio vom 6. Juli 2021
Ein Deichabschnitt an der Weser
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • Vertiefung sei wichtig für den Welthandel
  • Bremerhaven und Brake fürchten um ihre Wettbewerbsfähigkeit
  • Nach einer Gerichtsentscheidung ist das Planungsverfahren neu gestartet worden

Die Städte Bremerhaven und Brake fordern gemeinsam mit Unternehmen und Gewerkschaften eine zügige Umsetzung der Fahrrinnenvertiefung der seeseitigen Außenweser sowie der Unterweser flussaufwärts bis Brake. Die Seehäfen Bremerhaven und Brake könnten ihre gute Position im Welthandel und bei der Versorgung Deutschlands künftig nur behaupten, wenn die Fahrrinnen des Flusses den steigenden Anforderungen der internationalen Seeschifffahrt angepasst würden, hieß es am Dienstag bei der Vorstellung eines entsprechenden Memorandums mit über 20 Erstunterzeichnern.

"Unser Ziel ist, bei den geplanten Anpassungsmaßnahmen Ökonomie und Ökologie in der Flussregion Weser in Einklang zu bringen", versicherte Uwe Beckmeyer, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Weser und Mitinitiator des Arbeitskreises "#ZukunftWeser". Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) begrüßte das Memorandum. "Die Planungen des Bundes für die existenziell bedeutsame Anpassung der Fahrrinne der Außenweser gehen nach einer langen Phase des Stillstands nun endlich gezielt voran", betonte sie.

Umweltschutzorganisationen befürchten katastrophale Folgen

Umweltverbände warnen indes seit Langem vor "ökologisch katastrophalen Folgen" einer Weservertiefung. Nach Angaben des Wirtschaftsverbandes Weser ist eine Anpassung der maximal möglichen Schiffstiefgänge auf der Außenweser von 12,80 Meter auf 13,50 Meter und auf der Unterweser von Bremerhaven bis Brake um etwa 90 Zentimeter auf 12,80 Meter (tideabhängig) notwendig. Nach einer Gerichtsentscheidung Anfang des Jahres ist das Planungsverfahren für das Projekt neu angelaufen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 6. Juli 2021, 16 Uhr