Bremer Hochschulen töten immer weniger Tiere für die Lehre

  • 2018 wurden in Bremen für die Hochschullehre 81 Wirbeltiere getötet
  • Laut den Grünen waren es vor acht Jahren doppelt so viele
  • Koalition will "Tierverbrauch in der Lehre beenden"
Biotechnoligisches Labor. Maus fuer Versuchszwecke.
2018 wurden 25 Mäuse, 33 Ratten und 23 Krallenfrösche in Lehrveranstaltungen an Bremer Hochschulen getötet. Bild: Imago | Jochen Tack

An den Bremer Hochschulen hat sich die Zahl der für Lehrveranstaltungen getöteten oder lebend genutzten Wirbeltiere innerhalb von acht Jahren mehr als halbiert. 2018 wurden in diesem Zusammenhang für das Land Bremen 81 Wirbeltiere gemeldet. Das geht aus der Antwort des Bremer Senats auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion hervor. "Das sind erfreuliche Entwicklungen – vor allen Dingen für die Tiere", erklärte der tierschutzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Philipp Bruck am Dienstag.

Grüne fordern "tierverbrauchsfreie Lehre"

Nach Angaben der Grünen waren es vor acht Jahren mehr als doppelt so viele Tiere. Der eingeschlagene Weg müsse beibehalten werden, um das Ziel einer komplett "tierverbrauchsfreien Lehre" zu erreichen. Angesichts der Vielfalt von verfügbaren und häufig auch didaktisch besseren Alternativmethoden sei es nicht zu rechtfertigen, weiterhin Tiere zu Zwecken der Lehre einzusetzen, betonte der Politiker, der auf den rot- grün-roten Koalitionsvertrag verwies. Darin heißt es: "Wir werden Tierverbrauch in der Lehre beenden und durch Alternativmethoden ersetzen. Dafür werden wir das Hochschulgesetz entsprechend ändern."

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 25. Februar 2020, 23:30 Uhr