Neues Bündnis für weniger Plastikverpackungen in Bremen

  • Unternehmen in Bremen haben ein neues "Bündnis für Mehrweg" gegründet
  • Ziel ist, Plastikmüll zu vermeiden
  • Initiative "Packbuddy": Mehrwegboxen in Imbissen
Ein Mann packt am in einem Supermarkt in Obst in einen Plastikbeutel
Das "Bündnis für Mehrweg" setzt sich für mehr nachhaltigen Konsum ein. Bild: dpa | Benjamin Nolte

Unternehmen in Bremen haben ein neues "Bündnis für Mehrweg" gegründet, um mit gutem Beispiel voranzugehen und Plastikmüll zu vermeiden. Damit werde eine Plattform geschaffen, um materialintensive Verpackungen zu reduzieren, alternative Mehrweglösungen zu entwickeln und das freiwillige Engagement für einen nachhaltigen Konsum zu stärken, sagte Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) zum Start des Projekts am Dienstag.

Dem Bündnis können den Angaben zufolge Unternehmen beitreten, die eine Strategie zur Reduzierung von Einwegprodukten vorweisen können oder sie bereits umgesetzt haben. Zu den ersten Partnern zählen unter anderen die Reha-Klinik am Sendesaal, das Café und die Konditorei Stecker, die Fischverarbeiter der "Deutschen See", die Malerei-Betriebe Kühnast und Kurzke sowie der Fußball-Bundesligist
Werder Bremen.

Mehrweg statt Plastik

So hat die Reha-Klinik ihren Kiosk von Einweg- auf Mehrwegbecher umgestellt. Werder hat für die Getränkeversorgung im Stadion ein Mehrweg-Pfand-System eingeführt. Die Deutsche See nutzt eine Mehrweg-Kiste für Frischfisch. Kühnast ersetzt zum Schutz vor Farbspritzern Plastikfolien gegen mehrfach verwendbares Malervlies und betreibt eine Pinsel- und Rollenreinigungsanlage.

Ein Beispiel für einen nachhaltigen Umgang mit Verpackungen ist überdies die Bremer Initiative "Packbuddy": In Restaurants und Imbissbetrieben, die mit dem Siegel der Initiative gekennzeichnet sind, können Kunden Speisen in selbst mitgebrachten Mehrwegboxen mitnehmen. In der Stadt machten bereits 40 Gastronomen mit, hieß es. Für ihr Engagement wurde die Kampagne als "Projekt Nachhaltigkeit" 2019 ausgezeichnet.

Das "Bündnis für Mehrweg" wurde von der Umweltsenatorin in Zusammenarbeit mit den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien ins Leben gerufen. Weitere Kooperationspartner sind die Handwerkskammer und der Bremer Landesverband im Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 21. Januar 2020, 15 Uhr