Nur wenig "Impfschwänzer" in Bremen

Video vom 5. Juli 2021
Der Eingang zum Impfzentrum in der Halle 5 auf der Bürgerweide in Bremen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen
  • Nur zehn Prozent verpassen in Bremen ersten Impftermin
  • Ärztevertreter fordern Sanktionen
  • Gesundheitssenatorin hält Bußgeld nicht für hilfreich

Seit dem Start der Impfkampagne im Dezember haben in den Bremer Impfzentren rund zehn Prozent ihren ersten Impftermin nicht wahrgenommen. Weniger als ein Prozent waren es bei der Zweitimpfung. Für Bremerhaven gibt es keine Zahlen.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) sieht in Bremen kein Problem mit den Menschen, die ihre Termine verstreichen lassen, ohne sich abzumelden. "Bei uns ist die Größenordnung sehr überschaubar", sagte sie zu buten un binnen.

Ärztevertretung fordert Sanktionen

Die Kassenärztliche Vereinigung sieht das dagegen anders. Auch wenn keine konkreten Zahlen vorliegen, hätte beinahe jede Praxis ein Problem mit Patienten, die nicht zu den verabredeten Terminen kämen. Das sei ein großes Ärgernis. Sie plädiert für Sanktionen.

Die Bremer Gesundheitssenatorin hält – wie auch Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) – von Bußgeldern für sogenannte Impfschwänzer gar nichts. Schließlich würden sich die allermeisten der Bremer und Bremerinnen korrekt an ihre Termine halten.

Die Frage ist: Hilft denn sowas wie ein Bußgeld weiter. Am Ende macht das mehr Kosten als Nutzen.

Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) im Gespräch mit buten-un-binnen-Moderator Felix Krömer.
Claudia Bernhard (Linke), Bremens Gesundheitssenatorin

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. Juli 2020, 19:30 Uhr