5 Tipps zum perfekten Weihnachtsbaum

Alle Jahre wieder stellt sich die Frage: Welcher Weihnachtsbaum soll es denn werden? Nordmanntanne? Bio-Baum? Selber geschlagen? Was Sie dazu wissen sollten.

Ein Mann steht inmitten von Nordmanntannen auf einem Tannenhof
Etwa 40 Prozent der Bäume erfüllen nicht die Kundenwünsche und werden als Zweige verkauft. Bild: DPA

Es gibt Kunden, die schon früh einen Baum brauchen, um ihn als Schmuck für die Adventszeit einzusetzen. So zum Beispiel Einzelhändler oder die Gastronomiebranche. Für sie werden bereits seit Ende November Weihnachtsbäume angeboten. Für den privaten Gebrauch beginnt das Geschäft in der Regel erst etwas später. Dann öffnet der Tannenbaum-Händler um die Ecke, auf Supermarktparkplätzen oder in Einkaufsstraßen.

1 Woran erkenne ich den idealen Weihnachtsbaum?

Gerade und dreieckig sollte der Baum sein und möglichst gleichmäßig gewachsen. Das sind die grundlegenden Kriterien. Ein Nadeltest hilft, um herauszufinden, ob der Baum frisch ist. Ein weiterer Tipp: Sie sollten den Baum einfach einmal hochheben. Wenn er richtig schwer ist, dann ist das ein gutes Zeichen, denn dann steckt im Baum noch viel Wasser, und das heißt: Er ist frisch geschlagen. Außerdem ist der Frischegrad der Bäume an der Schnittstelle zu sehen. Ist es dort hell, dann ist der Baum frisch gefällt worden.

2 Was ist der Vorteil der Nordmanntanne?

Die Baumsorte richtet sich natürlich nach den Wünschen der Käufer. Der Trend geht aber klar zur Nordmanntanne. Viele entscheiden sich für dieses Modell, denn die Nordmanntanne hat viele Vorteile: Sie verliert nicht so schnell die Nadeln wie die anderen Tannenbäume. Auch pikst diese Sorte nicht so stark, wenn der Baum berührt wird. Die Nordmanntanne ist der Mercedes unter den Weihnachtsbäumen, aber auch am teuersten: Ein etwa zwei Meter großes Modell kostet schätzungsweise 40 Euro.

3 Was ist der Vorteil von Bio-Bäumen?

"Eine Weihnachtsbaumplantage ist kein niedlicher kleiner Wald, der nachwächst", sagt Sönke Hofmann vom Bremer Naturschutzbund (Nabu). "Das ist eine intensive Kultur und da werden auch Pestizide und Dünger eingesetzt." Beim Anbau werden vor allem Insektizide, aber auch teilweise Glyphosat eingesetzt. Giftstoffe gegen Pilzbefall, in die die Bäume zum Lagern getaucht werden, können zudem zu Hause ausgasen.

"Je billiger der Baum ist, desto größer ist natürlich die Gefahr, dass der aus solch einer Massenzucht kommt", sagt Hofmann. Besser sei es, Bäume von ökologisch arbeitenden Verbänden zu kaufen. Die lassen sich an den Siegeln von Bioland oder dem Forest Stewardship Council (FSC) erkennen. Außerdem seien Rot- und Blaufichten günstiger als Nordmanntannen. Besonders für Rotfichten liegt der Meterpreis nach Angaben des Erzeugerverbands bei etwa sieben Euro. Zudem verbreiten sie einen intensiveren Tannengeruch und sind – anders als die Nordmanntanne – in unseren Wäldern heimisch.

4 Wo kann ich Bäume selber schlagen?

"Die Bäume, die wir kaufen können, kommen zu 99 Prozent aus Plantagen", sagt Hofmann. "Die wenigsten kommen direkt aus dem Wald, weil die eben ihre Macken haben." Wer sichergehen will, einen echten Baum aus dem Wald zu bekommen, sägt sich selber eine Tanne bei einem Forstbetrieb. Daraus kann auch ein Familienritual werden, bei dem sich alle zusammen für einen Baum entscheiden. Viele Höfe bieten diese Möglichkeit vor den Toren Bremens an. Zum Beispiel in der Revierförsterei in Brundorf bei Schwanewede. "Dort bietet man an, überzählige Fichten aus der Naturverjüngung zu schlagen", sagt der Naturschützer. "Die sind dann nicht aus der Plantage, sondern direkt aus dem Wald. Eine tolle Aktion."

5 Welche Pflege braucht ein Weihnachtsbaum?

Damit die Tanne an Weihnachten mitmacht, hat die Niedersächsische Landesforsten ein paar Tipps. Der Tannenbaum sollte in einen mit wassergefüllten Eimer gestellt werden. Am besten dort, wo es schattig und kühl ist. Ratsam ist es, wenn der Tannenbaum ein paar Tage vor Weihnachten mit dem Netz in den Ständer gestellt wird. Das Netz sollte von unten nach oben aufgeschnitten werden, so breiten sich die Äste schön aus. Damit keine Austrocknungsgefahr besteht, sollte sich der Weihnachtsbaum nicht in der Nähe einer Heizung oder eines Kamins befinden. Bei Aufstellarbeiten könnte etwas Baumharz auf die Hände gelangen. Um diesen zu entfernen, kann Baby- oder Pflegeöl verwendet werden.

Ein Mann mit einer Tanne auf einer Sackkarre.
Die "Miettanne" ist eine Idee von Kersten Scholz. Der Student hat einen Teil der Tannen aus der Baumschule seiner Eltern einfach zur Miete angeboten. Bild: DPA

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 8. Dezember 2017, 23:20 Uhr