Bremer Senat diskutiert: Wie geht es an Schulen weiter?

  • Ab dem 1. März könnten Kinder und Jugendliche wieder in die Schule müssen
  • Voraussichtlich wird der Senat heute darüber entscheiden
  • Möglich ist auch, dass Gartencenter wieder öffnen dürfen
Video vom 15. Februar 2021
Schüler und Schülerinnen in ihrem Klassenraum beim lernen während der Corona-Pandemie mit Masken.
Bild: Radio Bremen

Der Bremer Senat wird sich am heutigen Dienstagvormittag damit befassen, wie es an den Schulen weitergeht. Voraussichtlich wird er beschließen, dass Kinder und Jugendliche ab 1. März prinzipiell wieder in den Unterricht gehen sollen.

Grundschüler werden dann in ganzen Klassen unterrichtet. Darum wird auch eine mögliche Maskenpflicht für diese Kinder diskutiert. Die Älteren ab Klasse fünf bekommen verpflichtend Wechselunterricht. Das heißt wochen- oder tageweise wird eine Hälfte in der Schule und die andere zu Hause unterrichtet. Der Bremer Personalrat Schulen begrüßt es grundsätzlich, dass die Kinder wieder in die Schule kommen müssen.

Wir haben schon einige Kinder verloren, die haben wir seit Monaten nicht gesehen.

Sprecherin des Bremer Personalrats Schule

Zustimmung und Ablehnung des Bremer Schulplans

Die Erfahrung, dass der Kontakt zu Kindern im Distanzunterricht schwindet, kennt auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und hält es ebenfalls für richtig, dass Kinder wieder verpflichtend in die Schule kommen müssen – allerdings mit Einschränkungen. "Wir fordern weiterhin, dass es für alle Klassen Wechselunterricht bis zu den Osterferien gibt – auch für die Grundschüler", so Vorstandssprecherin Elke Suhr. Dazu komme die Ausbreitung des mutierten Virus, das als wesentlich ansteckender gelte, so GEW-Vorstandssprecherin Elke Suhr. Dem schließt sich auch der Personalrat Schulen an.

Der Zentralelternbeirat begrüßt die Pläne des Bildungsressorts. Sie seien richtig und wichtig, denn die meisten Eltern könnten nicht mehr, so ZEB-Vorstandssprecher Martin Stoevesandt.

Bremerhaven setzt auf Wechselunterricht – auch für die Kleinen

In Bremerhaven sieht die Schulsituation etwas anders aus. Dort gibt es Wechselunterricht für alle Klassen – also auch für die Kleinen. Der Grund sind die hohen Infektionszahlen in der Seestadt. Dazu komme die Ausbreitung des mutierten Virus, das als wesentlich ansteckender gelte, so GEW-Vorstandssprecherin Elke Suhr.

Personalrat und Gewerkschaft begrüßen es, dass die Kinder auch dort wieder in die Schule gehen müssen. Sie fordern aber auch in Bremen Unterricht in halben Klassen für alle Jahrgänge. Die Kitabetreuung soll ebenfalls Schritt für Schritt wieder ausgeweitet werden. Zur Zeit gibt es nur einen Notbetrieb für 50 Prozent der Kinder.

Auch Gartencenter könnten wieder öffnen

Außerdem wird über die Öffnung von Gartencentern im Senat entschieden. Das wäre ein erster Lockerungsschritt, war von Behördenseite zu hören, den müsse man sehr bewusst machen. Offenbar sind sich Wirtschafts- und Gesundheitsressort nicht ganz einig bei dem Thema. Da die Center in Niedersachsen bereits wieder geöffnet sind, ist es wahrscheinlich, dass Bremen nachzieht.

Wie lernen Kinder im Lockdown?

Video vom 13. Februar 2021
Ein halbvoller Klassenraum während der Coronapandemie.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 16. Februar 2021, 6 Uhr