Vom Festland abgeschnitten? Hoffnung für die Inselbewohner auf Neuwerk

Audio vom 9. September 2021
Wattwagen fahren bei einer Protestfahrt nach Neuwerk
Bild: Radio Bremen | Patrick Florenkowsky
Bild: Radio Bremen | Patrick Florenkowsky
  • Neuer Wattweg soll Cuxhaven und Neuwerk verbinden
  • Fertigstellung dauert laut Umweltministerium mindestens ein Jahr
  • Inselbewohner fürchteten um Erreichbarkeit der Insel

Unter dem Motto "Uns steht das Wasser bis zum Hals" hatten Bewohner der Insel Neuwerk, Wattwagenfahrer und Cuxhavener im Mai protestiert. Sie fürchteten, dass Neuwerk bald nicht mehr zu erreichen ist. Nun gibt es eine Lösung: Der Wattweg von Cuxhaven nach Neuwerk kann um 500 Meter nach Westen verlegt werden, teilt das niedersächsische Umweltministerium mit.

Aktuell wird das Duhner Loch, ein tiefer Priel rund drei Kilometer vor der Insel, immer tiefer. Schuld sind Meeresströmungen. Die Wattwagen können die Insel immer häufiger nicht mehr erreichen, weil das Wasser zu hoch steht. Dabei ist der Wattweg die Hauptversorgungsroute der Insel. Zudem ist der Zugang ein wichtiger Rettungsweg neben Hubschraubern und Schiffen.

Weniger Touristen auf der Insel

Und auch der Tourismus auf Neuwerk leidet, sagt Wattwagenfahrerin Birgit Strohsahl: "Die Gäste buchen oft schon gar keinen Urlaub mehr, weil es immer unsicherer ist. Sie stehen am Festland und dann heißt es: 'Geht heute nicht'."

Der neue Wattweg wäre dann ein Umweg um das Duhner Loch herum. Die neue Route von Cuxhaven nach Neuwerk soll jetzt präpariert werden. Allerdings soll der neue Weg frühestens in einem Jahr fertiggestellt werden. Die Wattwagenfahrer hatten auf eine schnellere Lösung gehofft.

Insel Neuwerk bald abgeschnitten vom Rest der Welt?

Video vom 18. Mai 2021
Luftbild: Die Insel Neuwerk.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 9. September 2021, 17:40 Uhr