Norddeutsches Wasserstoff-Zentrum kommt nach Bremen und Bremerhaven

Video vom 2. September 2021
Ein Schild mit der Aufschrift "Wasserstoff-Station"
Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich
Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich
  • Bremen und Bremerhaven werden Standorte eines norddeutschen Wasserstofftechnologiezentrums
  • Das gab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Donnerstag bekannt
  • Schwerpunkte des "ITZ Nord" sind die Luft- und Schifffahrt

Bremen, Bremerhaven, Stade und Hamburg – in diesen vier Städten sollen Innovations- und Technologiezentren für die Wasserstofftechnologie entstehen. Am heutigen Donnerstag gab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bekannt, dass die Standorte in Norddeutschland im Rahmen eines Wettbewerbs mit ihrem gemeinsamen "ITZ Nord" ebenso wie Konzepte aus West-, Süd- und Ostdeutschland endgültig zur Förderung ausgewählt wurden. Ursprünglich hatte der Bund nach nur drei Standorten gesucht. Die Pläne für dieses länderübergreifende Zentrum erläuterten Scheuer und die Wirtschaftsminister und -Senatoren aus Bremen, Niedersachsen und Hamburg auf einer gemeinsamen Online-Pressekonferenz.

Das Zentrum soll die klimafreundliche Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik sowie die emissionsfreie Mobilität in Deutschland voranbringen und besonders mittelständische Unternehmen und Start-ups unterstützen. Dabei soll die Struktur es den Bundesländern ermöglichen, ihre Stärken zu bündeln und so den CO2-Ausstoß bei Flugzeugen und Schiffen zu reduzieren. So würde man sich etwa in Stade um die Leichtbauweise von Flugzeugen kümmern und in Bremen und Bremerhaven vor allem um die Tanktechnologie. Hier gehe es auch um die Anbindung der See- an die Binnenschifffahrt, hieß es auf der gemeinsamen Pressekonferenz. Als ein neuartiges Dienstleistungszentrum soll das "ITZ Nord" im künftigen Netzwerk des Deutschen Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM) aufgebaut werden.

70 Millionen Euro Bundesmittel für "ITZ Nord"

Als großen Erfolg der norddeutschen Zusammenarbeit bezeichnete Bremens Wirtschaftsministerin Kristina Vogt (Linke) das "ITZ Nord". Es werde ein Leuchtturm im Rahmen der norddeutschen Wasserstoffstrategie werden. Langjährige Erfahrung mit Wasserstoff, gute Voraussetzungen bei der Infrastruktur und mutige Ideen für die Zukunft erhielten einen Ort, um noch zielgerichteter an einer nachhaltigen Mobilität auf dem Meer und in der Luft zu arbeiten.

Wir schaffen eine Mobilität der Zukunft mit H2. Deswegen spannen wir das Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff über ganz Deutschland. Das Ergebnis unseres Standortwettbewerbs ist 3 plus 1: Chemnitz, Duisburg, Pfeffenhausen und Norddeutschland.

Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister

Der Bund stellt bis Ende 2024 bis zu 290 Millionen Euro zur Verfügung – davon gehen bis zu 70 Millionen Euro in den Norden. Von den Ländern kommen zusätzliche Mittel. Bis zum Jahresende sollen in einer Machbarkeitsstudie nun Konzepte für die einzelnen Standorte entwickelt werden, sodass die Planungen bereits im nächsten Jahr beginnen können.

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Video vom 2. September 2021
Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt zu Gast im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. September 2021, 19:30 Uhr