Infografik

Bremen-Nord soll künftig mehr Trinkwasser fördern

  • Umweltbehörde richtet neues Trinkwasserschutzgebiet ein
  • Bremen kann nur im Norden Wasser aus eigenen Quellen gewinnen
  • Vegesacker Brunnen soll im Jahr 1 Million Kubikmeter Wasser fördern
Ein Glas mit Wasser.
Das Wasser, das in Bremen tagtäglich aus den Hähnen fließt, kommt zu einem großen Teil gar nicht aus der Region. Bild: Radio Bremen | Martin von Minden

Der Bremer Norden bekommt ein weiteres Trinkwasserschutzgebiet. So will die Umweltbehörde sicherstellen, dass die Stadt auch in Zukunft ausreichend Trinkwasser von Brunnen auf bremischem Boden hat. Das neue Gebiet soll zum Beginn des kommenden Jahres in Bremen-Vegesack eingerichtet werden, teilte das Umweltressort auf Anfrage von buten un binnen mit. Die nötigen Gespräche mit der niedersächsischen Nachbargemeinde Osterholz-Scharmbeck sind demnach abgeschlossen.

Schon jetzt werden 600.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr aus dem Vegesacker Brunnen gefördert. Diese Menge soll dann auf eine Million Kubikmeter steigen. Dafür wird weniger aus dem Blumenthaler Reservoir entnommen, das derzeit knapp 5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser jährlich liefert. Das Grundproblem: Trinkwasser aus eigenen Quellen kann Bremen nur im Norden der Stadt gewinnen. Große Teile des Bedarfs werden deshalb zugekauft, zum Beispiel aus dem Harz oder aus dem Brunnen Panzenberg bei Verden.

Umweltverband fordert, Bremens Trinkwasser zu schützen

Das hatte jüngst der BUND Bremen kritisiert. Der Umweltverband forderte die Stadtgemeinde auf, ihre eigenen Quellen durch die Ausweisung von Trinkwasserschutzgebieten zu schützen. Mehrere Bezugsquellen zu haben sei sinnvoll, um die Risiken zu minimieren, die mit zunehmender Grundwasserbelastung durch Nitrat und Pestizidrückstände verbunden sind, so BUND-Geschäftsführer Martin Rode.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 14. August 2020, 6 Uhr