Warnstreik: Beschäftigte des Bremer Stahlwerks legen Arbeit nieder

  • IG Metall: Rund 1.500 Mitarbeiter des Bremer Stahlwerks folgten Aufruf
  • Auch in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gab es Warnstreiks
  • Gewerkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr Lohn
Ein Mann trägt einen silbernen Schutzhelm mit der Aufschrift "IGM – Stahl ist Zukunft! Dafür kämpfen wir!".
Die Beschäftigten des Bremer Stahlwerks von Arcelor-Mittal waren heute zum Warnstreik aufgerufen. (Archivbild) Bild: DPA | Bernd Thissen

Im Tarifstreit der nordwest-deutschen Stahlindustrie hat es heute erneut mehrstündige Warnstreiks gegeben. Allein in Bremen beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 1.500 Menschen an dem Ausstand.

Die IG Metall hatte in sämtlichen Betrieben der nordwest-deutschen Stahlindustrie zu Streiks gerufen: In Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. In Bremen war erneut Arcelor-Mittal betroffen. Hier beteiligte sich ein großer Teil der Frühschicht am Warnstreik.

Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn

Die IG Metall fordert unter anderem sechs Prozent mehr Lohn. Dazu 1.800 Euro zusätzliches Urlaubsgeld, das auf Wunsch der Beschäftigten in freie Tage umgewandelt werden kann. Die Arbeitgeber bieten bislang 2,5 Prozent mehr Lohn und 600 Euro zusätzliches Urlaubsgeld.

Die für heute angesetzte fünfte Verhandlungsrunde musste krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt werden. Die Gespräche werden voraussichtlich am kommenden Wochenende fortgesetzt.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 11. März 2019, 12 Uhr