Drei tote Grindwale im Nationalpark Wattenmeer

  • Vor der niedersächsischen Küste sind drei verendete Tiere angespült worden
  • Kadaver wurden untersucht, um Seuchengefahr auszuschließen
  • Streng geschützte Grindwale gehören zur Familie der Delfine
Ein toter Grindwal an der Nordseeküste
Die streng geschützten Grindwale gehören zur Familie der Delfine.

Drei verendete Grindwale sind vor der niedersächsischen Küste im Nationalpark Wattenmeer angetrieben worden. Wie die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven am Donnerstag mitteilte, wurde ein Kadaver bereits am Dienstag bei der Insel Juist entdeckt. Ein weiterer Kadaver lag am Rande der Leybucht (Kreis Aurich). Westlich von Borkum in der Außenems wurde ein dritter toter Wal gesichtet und von einem Behördenschiff geborgen.

Veterinäre des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) haben alle drei Kadaver untersucht, um eine Seuchengefahr auszuschließen. Außerdem wurden Gewebeproben entnommen.

Strandung mehrerer Tiere nicht ungewöhnlich

Ein toter Grindwal am Strand
Kadaver wurden untersucht, um Seuchengefahr auszuschließen. Bild: Markus Großewinkelmann/NLPV

Die streng geschützten Grindwale gehören zur Familie der Delfine und kommen auf der Nordhalbkugel vor allem im Atlantik vor. Nur selten verirren sie sich in die flache Nordsee, denn ihre bevorzugte Nahrung sind Tintenfische, die sie in Tiefen von mehreren Hundert Metern erbeuten. Die bis zu acht Meter langen Grindwale leben wie die meisten Delfine in Gruppen, daher ist eine gleichzeitige Strandung mehrerer Tiere nicht ungewöhnlich.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 8. November 2019, 8 Uhr