Strände im Norden voll – Touristen sollen besser nicht mehr anreisen

  • Volle Strände am Sonnabend in Norddeutschland
  • Besonders voll sind Bade- und Kurorte in Schleswig-Holstein
  • Verantwortliche raten von Anreise ab
Zahlreiche Strandkörbe stehen auf einem Sandstrand eng nebeneinander am Wasser
Vor allem in Lübeck war der Andrang am Sonnabend sehr groß. (Archivbild) Bild: DPA | Daniel Bockwoldt

Sonne und hohe Temperaturen haben am Sonnabend zu vollen Stränden in Norddeutschland geführt. Kur- und Badeorte waren überfüllt, Verantwortliche raten von weiteren Anreisen ab.

In Schleswig-Holstein war es vor allem in St. Peter-Ording eng. Allerdings nicht wegen voller Strände, sondern wegen verstopfter Zufahrten. Das teilte die Tourismusdirektion mit. Schon ab dem Mittag war eine Anreise nicht mehr möglich, Autos wurden abgeschleppt. Im niedersächsischen Gifhorn sperrte die Polizei die Zufahrten zu zwei Seen. Es war so voll, dass die Badegästen auf ihren Wegen keinen Mindestabstand mehr einhalten konnten. An der Ostsee waren schon mittags viele Strände an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt, teilten die Tourismus- und Kurdirektionen mit. In der Lübecker Bucht sei es dabei besonders voll. Auch die Deutsche Bahn meldet mehr Reisende vor allem Richtung Küste. Es gebe aber keine nennenswerten Einschränkungen, wie ein Sprecher mitteilte.

5.000 Menschen täglich nach Norderney

Tausende Menschen kamen ins Strandbad Norddeich, wie der Geschäftsführer des Tourismusbetriebs der Stadt Norden (Kreis Aurich), Armin Korok, erzählte: "Wasser und Wind machen die 32 Grad erträglich. Das wird das stärkste Wochenende bisher in diesem Jahr", sagte er. Alle 700 Strandkörbe waren dort belegt – die wenigen noch verfügbaren waren am Morgen schon nach wenigen Minuten vergriffen gewesen.

Wir haben sehr zu tun, die Corona-Regeln durchzusetzen. Wir haben unsere Sicherheitsleute an diesem Wochenende auf vier aufgestockt.

Armin Korok, Tourismusbetrieb Norden

Auf die Ostfriesischen Inseln setzten schon in den vergangenen Tagen neben Urlaubern auch Tausende Tagesausflügler über – unter ihnen Touristen von Ferienorten auf dem Festland wie Greetsiel oder Norddeich. Die Reederei Norden-Frisia transportierte mitunter rund 5.000 Menschen an einem Tag nach Norderney und rechnete auch für das Wochenende mit vielen Fahrgästen.

Etwas kühler auf den Inseln

Auf den Inseln ist es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) etwas kühler: 28 Grad wurden am Samstagnachmittag auf Borkum gemessen, während die Temperaturen in Bremen da schon bei 34 Grad lagen und im Weserbergland sogar auf mehr als 35 Grad geklettert waren. "Dort sind noch bis zu 37 Grad möglich", sagte Meteorologin Franka Nawrath vom DWD.

Am Sonntag kühlt es an den meisten Orten ab, allerdings nur leicht. Der Meteorologin zufolge im Schnitt um ein bis zwei Grad. So werden dann im Landesinneren verbreitet 34 Grad erwartet, allerdings mit etwas weniger Sonne wegen Quellwolken. Die Gefahr lokaler Hitzegewitter steigt.

Unterwegs mit der Corona-Streife am Strand in Cuxhaven

Video vom 26. Juli 2020
Zwei Personen, die rote Jacken mit der Aufschrift
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. August 2020, 18 Uhr