Immer wieder verschwinden Katzen in Weyhe spurlos

Mirco und Christine Böttcher vermissen ihre "Josie". Und sie ist nur eine von vielen Katzen, die in Weyhe verschwunden sind. Woran das liegt, weiß keiner.

Eine Katze ist draußen unterwegs.
Viele der Katzen, die in Weyhe und Umgebung verschwinden, tauchen nicht wieder auf. (Archivbild) Bild: DPA | SPOT

In den letzten 15 Jahren sind in Weyhe und umzu laut der Internetseite tasso.net über 40 Katzen als vermisst gemeldet worden. Mirco und Christine Böttcher suchen Josie. "Sie ist schneeweiß und würde dieses Jahr drei Jahre alt werden", sagt Christine Böttcher. "Wir vermissen sie schmerzlich." Josie ist schon seit November weg. Viel Hoffnung haben die beiden nicht mehr, dass sie noch mal zurückkommt. Aber sie suchen weiter. Schließlich bestehe theoretisch ja immer noch eine Chance, dass mit ihr alles okay ist. Mirco und Christine Böttcher befürchten aber, dass Josie bereits tot ist.

Kiefer mit einer Schaufel zertrümmert

Es wäre nicht die erste Katze, die die beiden verlieren: "Vor drei Jahren hatten wir auch schon einmal eine Katze, die kam nach mehreren Tagen mit einem zertrümmerten Kiefer nach Hause, was nicht durch einen Autounfall passiert ist", sagt Christine Böttcher. Der Tierarzt vermutete, dass jemand die Katze mit einer Schaufel oder ähnlichem geschlagen habe.

Die zuständige Polizeiinspektion in Diepholz mahnt zur Besonnenheit: Es seien keine auffälligen Mehrfach-Meldungen eingegangen. Aber nicht jeder würde seine vermisste Katze auch melden. Dass Tiere verschwinden, komme zudem leider immer wieder vor. Allerdings bleiben die Ursachen häufig unklar: Manche laufen weg, andere haben Unfälle, aber es ist auch möglich, dass Tiere angefüttert werden.

Hinweise auf Tierquälerei bei der Polizei melden

Mirco und Christine Böttcher berichten, dass auch bei Freunden und Bekannten Katzen verschwunden seien. "Das ist sehr schlimm geworden. Täglich kann man irgendwo so eine Anzeige finden", sagt Mirco Böttcher. Die Gemeinde wisse auch nicht mehr weiter. Die Tiere würden auch nicht im Straßengraben wieder auftauchen.

Wer Hinweise auf Tierquälerei hat, sollte sich damit an die Polizei wenden. Denn Tierquälerei ist strafbar, unabhängig davon, wie groß die Tiere sind: Es drohen Geldstrafen oder auch Gefängnis.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Morgen, 3. Mai 2018, 9:20 Uhr