Zwangsprostitution: Urteil gegen zwei Männer in Verden erwartet

  • Männer hatten die 19-Jährige zur Prostitution gezwungen und verkauft
  • Frau war später im Kreis Nienburg ertränkt worden
  • Gegen die mutmaßlichen Mörder läuft ein separater Prozess
Ein Richter hält einen Richterhammer neben einem Stapel Akten.
Für den 21-jährigen Haupttäter hat die Staatsanwaltschaft viereinhalb Jahre Haft beantragt, für seinen 26-jährigen Beihelfer eineinhalb Jahre. (Symbolbild) Bild: DPA | Bildagentur-Online

Im Prozess gegen zwei Männer, die eine junge Frau zur Prostitution gezwungen und für 2.000 Euro an ihre späteren mutmaßlichen Mörder "verkauft" haben sollen, wird am Freitagmittag das Urteil erwartet. Zuvor will die Verteidigung noch ihr Plädoyer halten. Angeklagt sind ein 21-Jähriger und ein 26-Jähriger – der jüngere gilt als Haupttäter. Die Frau war im April 2020 an eine Betonplatte gefesselt und in der Weser im Kreis Nienburg ertränkt worden.

Für den 21-Jährigen hatte die Staatsanwaltschaft wegen Menschenhandels eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren beantragt, für den Älteren wegen Beihilfe eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren. Der Jüngere soll die psychisch kranke Frau an Freier vermittelt und im Frühjahr 2020 gegen Bezahlung an zwei Personen übergeben haben, die die 19-Jährige als Prostituierte arbeiten lassen wollten.

Gegen diese mutmaßlichen Täter, die die Frau ertränkt haben sollen, läuft am Landgericht Verden separat ein Mordprozess.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 26. Februar 2021, 23:30 Uhr