Lange Haftstrafen in Bremer Drogen-Prozess verhängt

Lange Haftstrafen für Drogenhandel

Der Eingang des Landgerichts Bremen
Das Landgericht Bremen verhängte zum Teil lange Haftstrafen. Bild: DPA | Sina Schuldt
Bild: DPA | Sina Schuldt


  • Fünf Männer wegen großangelegten Drogenhandels verurteilt
  • Haftstrafen bis zu zehneinhalb Jahren
  • Taten flogen nach Entschlüsselung von Handy-Daten auf

Das Landgericht Bremen hat fünf Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie hatten nach Ansicht der Richter große Mengen Drogen nach Deutschland eingeführt und damit gehandelt. Ermittler konnten sie durch die Auswertung verschlüsselter Chatnachrichten überführen.

Neben Drogenhandel spielte auch illegaler Waffenbesitz eine Rolle bei der Höhe des Strafmaßes. Die geringste Strafe belief sich auf zwei Jahre und sechs Monate Gefängnis. Ein weiterer Mann muss dagegen für zehn Jahre und sechs Monate in Haft. Nach Ansicht des Landesgerichtes haben die fünf verurteilten Männer in den vergangenen zwei Jahren hunderte Kilogramm Marihuana und Kokain unter anderem aus Spanien nach Deutschland gebracht und weiterverkauft.

Prozess Folge der sogenannten "Encrochat"-Ermittlungen

Die Taten flogen auf, weil französische Ermittler verschlüsselte Handydaten der Firma "Encrochat" geknackt hatten. Im Zuge der Ermittlungen rund um "Encrochat" sind allein in Bremen neun Verfahren wegen Drogenhandels eingeleitet worden. Mehr als acht Millionen Euro an Geld und Wertgegenständen wurden dabei mittlerweile eingezogen, so ein Sprecher des Bremer Landgerichts.

Inzwischen gibt es ein weiteres Encrochat-Verfahren: Die Bremer Polizei durchsuchte gestern mit einem Großaufgebot 13 Wohnungen in Bremen wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Handel mit Drogen. Ein 24-Jähriger wurde dabei festgenommen. Außerdem wurden Bargeld und Wertsachen sichergestellt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. September 2021, 15 Uhr