3 wichtige Tipps zur Urlaubsplanung: Das sollten Sie bedenken

Was wird in diesen Sommerferien wieder möglich sein, was nicht? Was lässt sich überhaupt schon planen? Diese Ratschläge eines Bremer Reiserechtsexperten helfen Ihnen.

Video vom 13. Mai 2021
Mehrere leere Sommerliegen am Strand.
Bild: Radio Bremen
Bild: Imago | Petra Schneider

Die große Flaute ebbt langsam ab im Reisebüro, bestätigt Nadja Malik vom Weser Reisebüro: "Aufgrund des Impf-Fortschritts ziehen die Buchungen deutlich an. Wir haben mehr Anfragen." Es wird weitere Lockerungen für Reisende geben. Das hat der Bund beschlossen. So fällt bei Reisen in beliebte Urlaubsländer wie zum Beispiel Italien bei der Rückkehr ab sofort eine Quarantäne weg. Es reicht, geimpft, genesen oder negativ getestet worden zu sein. Das macht Urlaubern Hoffnung. Doch Nadja Malik macht ihren Kunden klar: "Es ist sehr viel Organisation." Jedes Land habe seine eigenen Einreiseregelungen. Das sei sehr viel mehr Aufwand.

Mathias Hufländer, Reiserechtsexperte der Bremer Verbraucherzentrale, hat folgende Ratschläge für die Urlaubsplanung.

1 Gute Information ist das A und O

Hufländer rät, sich immer selbst auf dem Laufenden zu halten. Dazu empfiehlt er die Seiten des Auswärtigen Amtes. Sein Rat: Die Reise-App des Auswärtigen Amtes mit Namen "Sicher Reisen".

Dort seien stets alle wichtigen Informationen für das entsprechende Reiseland kompakt und aktuell zusammengefasst. Und die Bestimmungen können sich, das zeigt die Erfahrung des letzten Jahres, überall sehr schnell ändern. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Wenn es im Urlaubsland zu einer hohen Inzidenz kommt, muss man die dort greifenden Regelungen immer im Blick behalten.

2 Ausland oder Urlaub in Deutschland?

Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands bleiben im Trend. Das Problem bei Auslandsreisen sei, dass man die weitere Entwicklung dort nicht so leicht überschauen könne wie die hier vor Ort. Hufländer rät bei Auslandsreisen deshalb zu professioneller Beratung. "Man muss darauf achten, dass man sich sicher wieder kostenfrei von der Buchung lösen kann, wenn man dann doch nicht in das gewünschte Urlaubsland reisen kann."

3 Pauschal oder individueller Baukasten?

Wer pauschal bucht, fährt insofern sicherer, weil man es mit einem einzigen Reiseanbieter als Ansprechpartner zutun hat. "Der muss mich natürlich über alle Entwicklungen auf dem Laufenden halten", sagt Hufländer. Flextarife, die die Reiseanbieter konzipiert hätten, ermöglichten es, kostengünstig aus Verträgen wieder auszusteigen, sollte das Reiseziel wegen gestiegener Coronazahlen keine Option mehr zu sein. "Bei einer normalen Reise ohne Flextarif wird es, wenn ich mich nach 30 Tagen vor der Reise nochmal anders entscheiden möchte, meist sehr teuer", warnt Hufländer.

Was Bremer beim Urlaubbuchen jetzt beachten müssen

Video vom 13. Mai 2021
Der Reiserechtsexperte der Verbraucherzentrale Bremen, Mathias Hufländer, im buten un binnen Studio.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Autoren

  • Sophie Labitzke
  • János Kereszti Redakteur und Moderator und Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 13. Mai 2021, 19:30 Uhr