Land unter in Delmenhorst: Mehr Regen als sonst im ganzen August

  • Mehr als 200 Feuerwehreinsätze im Raum Delmenhorst
  • Rund um Bremen wurden rund 8.000 Blitze gezählt
  • In Bremen blieb es eher ruhig
Ein Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht steht vor einer überfluteten Unterführung.
Bild: Nonstopnews

Ein schweres Unwetter hat bis in die Nacht hinein die Feuerwehren in weiten Teilen des Nordwestens beschäftigt. Laut Meteogroup wurden zwischen Bremen und Bremerhaven rund 8.000 Blitze registriert. Vom Regen wurde Delmenhorst am stärksten getroffen: Innerhalb weniger Stunden fielen bis zu 80 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Normalerweise regnen im gesamten August zwischen 68 und 76 Liter pro Quadratmeter zu Boden, teilt Meteogroup mit.

So mussten die Einsatzkräfte allein im Raum Delmenhorst zu mehr als 200 Einsätzen ausrücken. Im gesamten Stadtgebiet von Delmenhorst hatte die Feuerwehr zahlreiche Einsätze wegen vollgelaufener Keller. Laut Polizei standen gleich mehrere Straßenzüge so hoch unter Wasser, dass Autos nicht mehr weiterkamen und abgeschleppt werden mussten. Durch die großen Regenmengen wurden Gullydeckel hochgedrückt, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr halten konnte.

Ich bin schon lange im Geschäft, aber so etwas, wie wir es heute in Delmenhorst erlebt haben, das war schon eine Herausforderung.

Thomas Stalinski, Feuerwehr Delmenhorst

Zwei Leichtverletzte in Rotenburg

In Rotenburg schlug ein Blitz in einen Stromverteilerkasten eines Restaurants ein. Dabei wurden zwei Personen durch den lauten Knall leicht verletzt. In Ganderkesee im Kreis Oldenburg lief eine Baugrube voll und eine Bahnunterführung wurde überflutet. Der Lagedienst der Polizei meldete außerdem auch zahlreiche Einsätze in Bereich Cloppenburg und Verden. In Bremen und Bremerhaven verlief das Unwetter dagegen glimpflich. Sowohl Feuerwehr als auch Polizei meldeten keine besonderen Vorkommnisse.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 28. August 2019, 22 Uhr