Corona-Folgen an der Uni Bremen: Der lange Weg zurück in den Hörsaal

  • Studierende sollen wieder vor Ort Veranstaltungen besuchen
  • Tatsächliche Umsetzung hängt von Situation ab
  • Akademischer Senat hat sich dafür ausgesprochen
Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Ab dem Wintersemester sollen die Studierenden an die Universität zurückkehren. Bild: Imago | Rupert Oberhäuser

Ab dem im Herbst startenden Wintersemester sollen die Studierenden der Universität Bremen wieder möglichst viele Veranstaltungen vor Ort besuchen können. Dafür hat sich der Akademische Senat der Universität ausgesprochen.

Demnach soll "Präsenzlehre Vorrang vor digitaler Lehre" haben, heißt es in einer Mitteilung. Im aktuellen, digital abgehaltenen Sommersemester habe sich gezeigt, dass der Onlineunterricht nicht gleichwertig mit den normalen Veranstaltungen sei. Umfragen hätten gezeigt, dass vor allem der Austausch und Diskurs fehle.

Studierende erwerben an der Universität nicht nur fachliches Wissen, sondern auch außerfachliche Kompetenzen wie Dialog- und Kritikfähigkeit sowie Kompetenzen im Umgang miteinander.

Eine Mitteilung des Akademischen Senats der Universität Bremen

Eine "angemessene Mischung" als Ziel

Digitale Formate sollen allerdings weiterhin dort verwendet werden, wo sie nötig sind. "Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, [...] die Vorteile von Präsenz- und Digitalformaten zu verbinden", erklärt der Konrektor für Lehre und Studium, Thomas Hoffmeister. Unter anderem wolle man Rücksicht auf Studierende und Lehrende nehmen, die den Risikogruppen angehören.

Allerdings hänge die Rückkehr der Studierenden an die Universität auch von der Situation der Pandemie ab. Die Universität und die einzelnen Fachbereich würden entsprechende Vorkehrungen treffen.

Neuer Hochschulalltag: Sommersemester 2020 wird digital stattfinden

Video vom 7. April 2020
Die Stühle in der Universität Bremen sind unbenutzt und stehen auf den Tischen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 19. Juni 2020, 23:30 Uhr