Ausschuss fordert Millionen-Investition in Bremer Uni-Sporthallen

  • Sportanlagen der Bremer Uni sind marode
  • Wissenschaftsausschuss fordert Sanierung
  • Baudezernat rechnet mit 30 Millionen Euro Kosten

Der Wissenschaftsausschuss der Bremischen Bürgerschaft will, dass die maroden Sporthallen der Uni Bremen möglichst schnell saniert werden. "Es ist ein kritischer Zustand erreicht", sagte Ausschuss-Mitglied Mustafa Öztürk (Grüne) zu buten un binnen. Es bestehe Verletzungsgefahr, technische Ausfälle drohten ständig.

Das Baudezernat schätzt die Kosten für eine Sanierung auf rund 30 Millionen Euro. Der Ausschuss fordert, diese Mittel zu bewilligen – und das möglichst schnell. Denn Bremen will laut Koalitionsvertrag schon bald wieder Sportlehrer ausbilden.

Wir haben sehr viele marode Sporthallen – insbesondere die Schul-Turnhallen sind in schlechtem Zustand. Wir müssen deshalb grundsätzlich einmal darüber reden, wo wir in dieser Stadt neue Sporthallen schaffen müssen.

Bürgerschaftsabgeordneter Mustafa Öztürk (Grüne)

Die Uni rechne damit, dass, wenn sie 2022 mit der Sanierung beginnt, der Sportturm bis 2024 wieder in Betrieb genommen werden könne, sagte Öztürk. "Die Uni traut sich zu, in eine Sanierungsphase zu gehen. Das bedeutet aber auch eine Schließung der gesamten Sportanlagen."

Öztürk forderte zudem, dass ein Gutachten über "den gesamten Bestand" der Uni erstellt wird, "um herauszufinden, wie hoch der Sanierungsstau wirklich ist". Danach müsse man ergebnisoffen diskutieren, ob eine Sanierung oder ein Neubau die bessere Lösung wäre. "Wir brauchen jetzt einen Fahrplan", fordert Öztürk von Wissenschaftsressort und Uni. "Wir wollen die ersten Absolventen nicht erst 2030 haben, sondern deutlich früher."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 13. November 2019, 18 Uhr