Identität geklärt: Tödlich verunglückte Segler kommen aus Bremerhaven

  • Ursache für Unglück in Nordsee weiterhin unklar
  • Segler wollten von Neuwerk nach Spieka-Neufeld
  • Männer waren trotz Wetterwarnungen aufgebrochen
Ein Boot treibt überkopf im Wasser. Mehrere Helfer sind vor Ort.
Bis Einzelheiten zur Bergung geklärt sind, liegt das Schiffswrack noch im Wasser vor Spieka-Neufeld. (Archivbild) Bild: Feuerwehr Cuxhaven

Die Identität von zwei bei einem Unfall in der Nordsee nahe Cuxhaven ums Leben gekommenen Segler ist geklärt. Die beiden 42 und 52 Jahre alten Männer kommen aus Bremerhaven, sagte Georg Tramentin, Sprecher der Oldenburger Wasserschutzpolizei, zu buten un binnen. Ihr rund sieben Meter langes Boot war nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonntagvormittag kieloben treibend etwa fünf Kilometer nordwestlich von Nordholz gesichtet worden. Heimathafen und Ziel der Segelyacht sei Spieka-Neufeld gewesen, so Tramentin. Ob etwa ein Fahrfehler oder ein umschlagender Mast Grund für das Unglück gewesen sein könnte sei unklar. Zur Ursache könne noch nichts gesagt werden. "Wir können niemanden fragen", so Tramentin. Bekannt sei, dass das Boot am Samstagabend die Insel Neuwerk verlassen hat. Dort seien die Segler von Zeugen gesehen worden.

Am Samstag hatte es laut Tramentin den ganzen Tag Wetterwarnungen gegeben, auch vor starken Böen um Windstärke 9 sei gewarnt worden. Dennoch hätten sich die beiden Männer offenbar entschieden aufzubrechen. Zum Zeitpunkt des Auffindens am Montagmittag hätten beide keine Warnwesten getragen. An der Suche waren zwei DGzRS-Kreuzer aus Bremerhaven und Cuxhaven, zwei Hubschrauber sowie zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und DLRG beteiligt. Von einem abgesetzten Notruf sei nichts bekannt. Das könnte auf ein schlagartiges Ereignis ohne Reaktionsmöglichkeit zurückzuführen sein, so Tramentin. Ob sich überhaupt ein Funkgerät an Bord befand, sei ebenfalls noch unklar. Derzeit liege das Wrack noch abgesichert im Wasser vor Spieka-Neufeld. Vor einer Bergung sind laut Tramentin noch Versicherungsangelegenheiten zu klären. Beide Leichen sollen obduziert werden.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 27. September 2020, 19:30 Uhr