Das passiert in Bremen und Bremerhaven mit übrig gebliebenem Impfstoff

  • Kanzlerin Merkel fordert mehr Flexibilität beim Impfen
  • Übrig gebliebener Impfstoff müsse unbedingt verimpft werden
  • Im Land Bremen werden in diesem Fall Rettungskräfte geimpft
Eine blaue Schale mit Impfspritzen darin.
Übrig gebliebene Impfdosen werden in Bremen nicht weggeschmissen. Bild: Radio Bremen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will" dafür ausgesprochen, beim Impfen flexibler zu reagieren. Sollten am Ende eines Tages in einem Impfzentrum oder nach Ostern dann auch bei den Hausärzten noch Impfdosen vorhanden sein, sollten diese auch verimpft werden. "Da muss auch Flexibilität da sein", so Merkel. Man solle den Ärzten zutrauen, dass sie sinnvoll entscheiden, was dann mit dem Impfstoff passiert. Viele Ärzte hätten aktuell Angst, für ihre Entscheidung in der Öffentlichkeit kritisiert zu werden.

Wir müssen an vielen Stellen noch flexibler werden. Die Impfverordnung lässt es zu.

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

In Bremen kommt es laut Gesundheitsressort selten vor, dass Impfdosen übrig bleiben. "Die Impftermine werden immer gemäß der Impfstoffkapazität vergeben", teilte Pressesprecherin Alicia Bernhardt auf Nachfrage von buten un binnen mit. Für den Fall der Fälle gebe es aber einen Plan: Erscheint doch mal jemand nicht zum Termin, werde der Rettungsdienst informiert. "Der Rettungsdienst ist in der höchsten Priorität und so können schnell Beschäftigte des Rettungsdienstes eine Impfung erhalten", erklärt Bernhardt. Auch in Bremerhaven werde dies so gehandhabt, bestätigt Magistratssprecher Stefan Zimdars.

Rückblick: Bürgerschaft debattiert über Impfsituation in Bremen

Video vom 24. März 2021
Eine Person wird in einem Impfzentrum geimpft.
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Sonja Harbers Autorin

Dieses Thema im Programm: ARD, Anne Will, 28. März 2021, 21:45 Uhr