Bremer Überseemuseum bekommt 4,6 Millionen Euro für Neuausrichtung

Audio vom 6. Juli 2021
Das Bremer Überseemuseum von außen.
Bild: Radio Bremen
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  • Ozeanien-Ausstellung soll neu gestaltet werden
  • Umbau soll bis 2024 laufen
  • Bund und Bremen teilen sich die Kosten

Das Bremer Übersee-Museum stellt sich für die Zukunft neu auf. Es geht um ein Konzept, bei dem vor allem die Ozeanien-Ausstellung im ersten Lichthof im Entree-Bereich anders gestaltet werden soll.

Möglich wurde das Projekt, nachdem der Bund und der Bremer Senat eine Förderung von rund 4,6 Millionen Euro bewilligten. "Mit der Ozeanien-Ausstellung wandelt sich das Haus zu einem 'Third Place', einem Ort, an den die Menschen gehen, weil er mehr ist als nur ein Museum", sagte Museumsdirektorin Wiebke Ahrndt.

Angedacht ist bis Herbst 2024 eine interdisziplinäre Ausstellung zu den Naturräumen und Kulturen Ozeaniens. Dabei sollen Themen wie biologische und kulturelle Vielfalt, Klimawandel, Ressourcennutzung, Migration sowie koloniales Erbe im Mittelpunkt stehen. "Das Übersee-Museum zeigt mit seinem Zukunftskonzept: Museen sind heute viel mehr als reine Orte der Wissensvermittlung", sagte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering (SPD), in Bremen.

Aus Sicht der Museumsleitung ist Ozeanien ein Brennglas für Entwicklungen, die die gesamte Menschheit betreffen. Die Themen in dieser Ausstellung würden aus der Perspektive der Menschen im Südpazifik erzählt. Damit das gelinge, werde die Schau mit Mitiana Arbon, Co-Kurator aus Samoa, und in Kooperation mit der National University of Samoa konzipiert.

Ausstellung zu Korallenriffen im Bremer Übersee-Museum

Video vom 20. Mai 2021
Zwei kleine Fische vor bunten Korallen.
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 6. Juli 2021, 18 Uhr