Buchmesse: Diese Bücher empfehlen Bremer Buchhändlerinnen

Neue Bücher bringt der Herbst: Es ist Buchmesse in Frankfurt. Wer Literatur genießen will, braucht sich aber gar nicht aus der Hansestadt wegzubewegen. Drei Bremer Buchhändlerinnen haben für uns eine persönliche Auswahl getroffen. Dabei geht es um Tod, Malerei und einen Präsidenten.

1 "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster"

Eine Frau halt ein Buch in die Kamera.
Gabi von Alemann ist begeistert von einem Roman, der ein Tabuthema behandelt: Tod und Sterben.

Gabi von Alemann von der Humboldt Buchhandlung stellt den Roman von Susann Pásztor vor.

Worum geht es?
Fred übernimmt die Sterbebegleitung einer 60-jährigen Frau. Sie ist ein großer Fan der Band The Grateful Dead. Als Freds 13-jähriger Sohn anfängt, die Bilder der Frau auf dem Computer zu ordnen, entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft.

Warum muss man es unbedingt lesen?
Ich kenne niemanden, der so zart, humorvoll, respektvoll und klug über das Thema Sterbebegleitung schreiben kann. Es ist toll, wie die Autorin ein Tabuthema behandelt. Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr.

2 "Stillhalten"

Eine Frau halt ein Buch in die Kamera.
Für Angelika Plückebaum ist ein Buch über den Maler Otto Dix besonders lesenswert.

Angelika Plückebaum von der Buchhandlung Franz Leuwer empfiehlt ein Buch von Lena Jäckle.

Worum geht es?
Es ist eine Geschichte über den Maler Otto Dix und eine junge Tänzerin, die ihm Modell steht. Sie spielt in der Zeit kurz vor Dix' Flucht nach Amerika. Was in dieser Zeit geschehen ist, erfahren wir in Rückblenden aus der Sicht der mittlerweile alten Frau.

Warum muss man es unbedingt lesen?
Das Buch ist psychologisch sehr dicht geschrieben. Ich finde es einzigartig. Es dürfte Lesern gefallen, die Kunst mögen und gern kleine, ruhige Geschichten lesen.

3 "Die Wilden"

Eine Frau halt ein Buch in die Kamera.
Petra Rockstroh empfiehlt passend zum Gastland Frankreich bei der Buchmesse den Roman eines französischen Autors.

Petra Rockstroh von der Buchhandlung Melchers stellt das Buch von Sabri Louatah vor.

Worum geht es?
In Frankreich soll zum ersten Mal ein Präsident arabischer Herkunft gewählt werden. Doch am Tag seiner Wahl wird ein Attentat auf ihn verübt. Unter Verdacht steht eine algerische Familie, die bereits in dritter Generation in Frankreich lebt und gerade eine Hochzeit feiert.

Warum muss man es unbedingt lesen?
Weil es ein hochaktueller, gesellschaftspolitischer Roman ist. Der Autor wird schon mit dem Schriftsteller Honoré de Balzac verglichen.

  • Verena Patel

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 12. Oktober 2017, 23:20 Uhr