Innenbehörde: 10 mutmaßliche IS-Anhänger sind zurück in Bremen

  • Innenbehörde: Zehn mutmaßliche IS-Kämpfer wieder in Bremen
  • Zwei davon in Haft – einer soll abgeschoben werden
  • Mindestens 45 Personen aus Bremen sollen sich dem IS angeschlossen haben
Ein Mann mit weißer Sturmhaube trägt ein Stirnband mit dem Logo der Terrormiliz IS.
Die Innenbehörde weiß von 45 Personen, die Bremen verlassen haben, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen. (Symbolbild) Bild: DPA | Dita Alangkara

Zehn mutmaßliche IS-Kämpfer und sechs Minderjährige sind bis heute aus den Kriegsgebieten nach Bremen zurückgekehrt. Das hat die Bremer Innenbehörde mitgeteilt. Zwei der Rückkehrer befinden sich demnach in Haft. Einer von ihnen ist russischer Staatsbürger – laut Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) arbeitet Bremen daran, ihn nach Ende seiner Haftstrafe abzuschieben. Alle anderen Rückkehrer sind deutsche Staatsbürger. Der Stand der Ermittlungen gegen sie ist unklar.

Insgesamt weiß die Innenbehörde von 45 Personen, die in den vergangenen Jahren aus Bremen und Bremerhaven ausgereist sind, um sich der Terrormiliz IS in Syrien und dem Irak anzuschließen. Über den Verbleib der bislang nicht Zurückgekehrten ist nichts bekannt. Bundesweit wurden mehr als 1.000 ausgereiste IS-Kämpfer gezählt. Die Behörden gehen jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. Januar 2020, 21 Uhr