15-Jähriger an Silvester totgeprügelt: Lange Haft gefordert

  • Drei Angeklagte sollen 15-jährigen Syrer in der Silvesternacht 2016/17 erschlagen haben
  • Staatsanwalt fordert bis zu zwölfeinhalb Jahre Haft
  • Verteidigung will am Mittwoch Plädoyer halten
Drei Angeklagte im Bremer Landgericht.
Die Angeklagten sollen den Jugendlichen brutal zusammengeschlagen haben. Der 15-Jährige starb im Krankenhaus.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines 15-Jährigen in Bremen hat die Staatsanwaltschaft langjährige Haftstrafen gefordert. Wegen Totschlags sprach sich die Anklage am Montag für bis zu zwölfeinhalb Jahre Gefängnis aus, wie das Landgericht Bremen mitteilte.

Die drei 35, 24 und 16 Jahre alten Angeklagten sollen den syrischen Flüchtling in der Silvesternacht 2016/2017 mit Tritten und Schlägen tödlich verletzt haben, er starb einige Tage später im Krankenhaus. Für den 16-jährigen Angeklagten wurde am Montag eine Jugendstrafe von sechs Jahren beantragt.

Die Plädoyers der Verteidigung sollen an diesem Mittwoch gehalten werden. Zwei der Angeklagten haben die türkische, einer die deutsche und die armenische Staatsangehörigkeit. Der Prozess hatte im Juli 2017 begonnen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. März 2019, 18 Uhr